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Erinnerung an ermordete Dresdner Juden - Gymnasiasten verlasen 1953 Namen

Erinnerung an ermordete Dresdner Juden - Gymnasiasten verlasen 1953 Namen

Mal versammelten sich gestern um zwölf Uhr zahlreiche Bürger sowie Vertreter der Stadt und Politiker an der Gedenktafel der Kreuzkirche, um an die im Nationalsozialismus ermordeten oder verschollenen 1953 Dresdner Juden zu erinnern.

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Auch die 14-jährige Mathilde Rave (l.) und die 13-jährige Lexa Velde vom St.-Benno-Gymnasium verlasen einige der Namen.

Quelle: Christian Juppe

Ihre Namen wurden unter anderem von Schülern des St. Benno-Gymnasiums, des Vitzthum-Gymnasiums und des Kreuz-Gymnasiums vorgelesen.

Unter den Teilnehmern der Gedenkfeier war auch Dresdens Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU), der betonte, dass die Verbrechen der Nazis niemals vergessen werden dürften: "Es ist damals großes Unrecht geschehen. Damit wir aus der Geschichte lernen, sind Veranstaltung wie die heutige wichtig."

Die Namen der ermordeten Juden haben die Veranstalter dem im Jahr 2006 erschienenen "Buch der Erinnerung" entnommen. Darin sind von den über 7000 durch die Rassegesetze verfolgten Juden in Dresden und Umgebung diejenigen genannt, von denen bekannt ist, dass sie in einem Konzentrationslager getötet wurden, sich das Leben nahmen oder nach der Deportation als verschollen galten. Wer sich näher für das Leben und das Schicksal dieser Menschen interessierte, konnte in der Kirche einen Blick in das Buch werfen.

Neben den Namen der getöteten Juden wurden in diesem Jahr erstmals die Namen von 240 Kindern russischer und polnischer Zwangsarbeiterinnen genannt, die in Dresden ums Leben kamen.

Nach Angaben des ökumenischen Informationszentrums wurden sie von der Dresdnerin Annika Dube-Wnek recherchiert, die zudem auf der St. Pauli-Friedhof ein Grabmal für die Kinder plane. Wie in der Vorjahren wurden auch die von den Nazis in Dresden getöteten Sinti und Roma erwähnt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.01.2013

STH

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