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Eric Hattke verlässt "Dresden für alle"

Abschied Eric Hattke verlässt "Dresden für alle"

Eric Hattke galt als das Gesicht des Netzwerks „Dresden für Alle“. Jetzt hört er auf. Der TU-Student hat neue Pläne.

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Eric Hattke verabschiedet sich von seinem Posten als Netzwerksprecher von "Dresden für alle".

Quelle: dpa

Dresden. "Dresden für Alle“ ist nicht mehr Dresden für Eric. Der 25-jährige Eric Hattke verabschiedet sich aus dem Netzwerk, für das er lange als Sprecher aufgetreten ist. Das teilte Hattke in der Nacht zum Freitag in einem langen Eintrag auf seiner Facebook-Seite mit. Ende Mai verabschiedet sich der TU-Student aus dem Rat des Netzwerks und legt damit auch sein Amt als Sprecher nieder. Hintergrund ist ein neuer Verein, der in der kommenden Woche gegründet werden soll und in dem Hattke dann mitarbeiten will. „Atticus e.V.“ soll diese neue Organisation heißen, teilte Hattke mit, „in Anlehung an eine Romanfigur von Harper Lee aus dem Buch ´Wer die Nachtigall stört´“. Wie der Protagonist dieses Romans wolle sich der Verein für ein „menschenwürdiges Miteinander“ einsetzen und sich dabei Themen wie interkultureller und politischer Bildung widmen und sozial-benachteiligten Menschen helfen. Mehr wollte Hattke auch auf DNN-Nachfrage noch nicht verraten. Auch sei noch nicht entschieden, ob der Atticus e.V. dem Netzwerk „Dresden für Alle“ beitreten werde.

Der 25-Jährige war das Gesicht des Netzwerks, spätestens, seit er am 10. Januar 2015 zum ersten Mal für „Dresden für Alle“ auf einer Bühne auftrat. Damals versammelten sich Schätzungen zufolge rund 35.000 Menschen vor der Frauenkirche, um für „Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Dialog im Miteinander“ zu demonstrieren. Später musste sich Hattke mit Anfeindungen auseinandersetzen, die Pegida-Anhängern zugeschrieben wurden.

„Ein Netzwerk ist dafür da, Netzwerk zu sein“, sagte der 25-Jährige auf DNN-Nachfrage, dabei müsse man bereit sein, andere zu unterstützen. Er selbst habe manchmal vielleicht zu viel eigene Aktion gemacht, so Hattke. Er sei „kein einfacher Mensch“, räumte der scheidende Netzwerksprecher ein. „Um ehrlich zu sein, ich bin ziemlich kompliziert.“ Der neue Verein ist für ihn nun Chance, wieder selbst Aktionen zu starten und Projekte umzusetzen, während sich „Dresden für Alle“ wieder mehr auf seine Wurzeln besinnen kann – eben das Netzwerken, meint Hattke. Die Arbeit dort habe sein Leben „sehr bereichert“, stellt er fest und schließt: „Einen herzlichen und großen Dank an alle Menschen die mich bisher begleitet haben und danke an alle, die meinen Weg weiterhin begleiten werden.“

Von Christoph Springer

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