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Erhöhte Schwermetallwerte in der Elbe gemessen – Vorsicht beim Aufräumen

Erhöhte Schwermetallwerte in der Elbe gemessen – Vorsicht beim Aufräumen

Das Hochwasser der Elbe sorgt für erhöhte Belastungen des Wassers. Insbesondere der Anteil an Schwebstoffen sei besonders hoch. Erhöhte Schwermetallwerte haben Mitarbeiter des Sächsischen Umweltministeriums ebenfalls gemessen, so die Mitteilung am Freitagabend.

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Treibgut auf der Elbe in Dresden.

Quelle: Dominik Brüggemann

An einigen Tagen lagen auch die Bakterienwerte deutlich höher.

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Das Hochwasser in Dresden-Laubegast am 7. Juni 2013. In der Nähe zur Elbe sind Häuser nur per Boot zu erreichen. Die Bundeswehr ermöglicht den Zugang zum Ortsteil.

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Die bakteriologischen Belastungen, die auf Kläranlagenausfällen beruhen, sind erhöht bis hoch. „In allen Fällen waren die untersuchten Proben nicht toxisch – ein Fischsterben wurde bisher nicht beobachtet“, heißt es. Unter anderem mussten tschechische Behörden am vergangenen Sonntag in Prag die Kläranlage der Großstadt abstellen und das Abwasser ungeklärt in die Elbe leiten.

Keine akute Gefahr durch Schmutzwasser

Zu gravierenden Belastungen mit Schadstoffen sei es jedoch nicht gekommen, schätzt das Ministerium die laufenden Sonderuntersuchungen ein. „Eine akute Gefährdung ist bisher weder für die Gesundheit der Gewässeranlieger noch für die Umwelt absehbar“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU) am Freitag.Offenbar hätten Firmen und Bürger nach dem Hochwasser 2002 erheblich in notwendige Schutzmaßnahmen investiert.

In Dresden konnten die Kläranlage Kaditz und etliche Pumpwerke gesichert werden, so dass es zu keiner zusätzlichen Verschmutzung kam, wie die Stadt am Freitag mitteilte. „Innerhalb von drei Tagen wurden über 700 Meter eines mobilen Deichsystems errichtet und mit 900 Paletten gesichert, über 6000 Sandsäcke gefüllt und gestapelt“, so die Stadt zu den Sicherungsarbeiten rund um die Kläranlage und den Pumpwerken.

Entlang der Flüsse wurde jede Menge Treibgut angeschwemmt, das beseitigt werden muss, wie Lutz Baseler von der Landesanstalt für Umwelt und Geologie berichtet. Hinzu kommen Kadaver, die in den Flüssen treiben. In Meißen wurden Ratten gesichtet, in der Saale sollen Hasen und Fasanen treiben. Fortgetragen haben die Wassermassen dabei alles, was nicht niet- und nagelfest war. „Sogar eine Gartenhütte ist auf der Weißen Elster getrieben“, erzählt Baseler. Die Flussarbeiter seien auch noch in der kommenden Woche unterwegs, um alles zu beräumen.

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Der Freitagabend: Obwohl die Elbe noch deutlich über 8 Metern steht, ist die Lage in der Stadt ruhig.

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Vorsicht beim Aufräumen im Schlamm und Dreckwasser

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Ein Helfer kämpft nach der Flut mit dem zurückbleibenden Schlamm des Hochwassers.

Quelle: Helmut Fohringer

Auch wenn das Umweltministerium Entwarnung gibt, rät der Deutsche Feuerwehrverband zur Vorsicht bei den anstehenden Aufräumarbeiten. „Gehen Sie möglichst umsichtig vor und bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr“, appelliert Hartmut Ziebs, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), an die Betroffenen. Bei ausgelaufenen Schadstoffen, wie z. B. Pflanzenschutzmitteln, Farben, Lacken, Reinigern oder Heizöl, sollte die Feuerwehr informiert werden, rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Sind Gärten und Felder verunreinigt, sollte das Landratsamt informiert werden. Auch Heizöltanks sollten unbedingt auf Schäden untersucht werden. Nahrungsmittel, die mit Flutwasser verschmutzt sind, gehören in den Müll. Generell sollten Helfer Handschuhe und Gummistiefel bei den Aufräumarbeiten tragen.

Das Händewaschen mit Wasser und Seife ist nach den Aufräumarbeiten, vor dem Essen und vor der Zubereitung von Speisen besonders wichtig. Während der Aufräumarbeiten vor Ort sollten keine Lebensmittel gegessen werden, rät das Gesundheitsamt Dresden.

Eine ausführliche Liste mit offiziellen Hinweisen rund um das Thema Hochwasser finden Sie hier.

Alle Infos der Stadt Dresden finden Sie auf deren Seite. Das Notfalltelefon der Stadt Dresden erreichen Sie unter (0351-4887666).

Dominik Brüggemann

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