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Erfolgreichster Blitzer steht auf der Dresdner Waldschlößchenbrücke

Verkehrssünder-Bilanz 2015 Erfolgreichster Blitzer steht auf der Dresdner Waldschlößchenbrücke

Der Blitzer auf der Waldschlößchenbrücke, der den Verkehr in Richtung Johannstadt überwacht, hat seinen Titel verteidigt. Schon 2014 fotografierte er die meisten Verkehrssünder. Das war auch im vergangenen Jahr der Fall. Die Zahl hat sich aber leicht verändert.

Polizei im Einsatz

Quelle: dpa

Dresden. Die stationären Überwachungsanlagen der Stadt haben im vergangenen Jahr knapp 51 750 Verkehrsverstöße erfasst. Dabei handelt es sich um 50 256 Geschwindigkeitsüberschreitungen, 1487 Mal sind Rotlichtsünder „geblitzt“ worden, steht in einer Tabelle der Stadtverwaltung. Vier der 24 fest installierten Anlagen der Stadt waren im vergangenen Jahr nicht in Betrieb. Sechs der 20 Anlagen, die Autofahrer „geknipst“ haben, registrieren auch, wenn Verkehrssünder bei „Rot“ fahren. Die Verwarn- und Bußgelder, die die Stadt 2015 von den erwischten Autofahrern kassiert hat, summieren sich auf rund 1,752 Millionen Euro.

Besonders häufig löste im vergangenen Jahr der Blitzer auf der Waldschlößchenbrücke in Richtung Johannstadt aus. Knapp 12 300 Autofahrer wurden dort fotografiert, weil sie zu schnell gefahren sind. Das entspricht mehr als 30 am Tag. Allein dieser Blitzer hat 2015 fast 437 600 Euro in die Kasse der Stadt gespült. Zum Vergleich: 2014 wurden auf der Brücke in Richtung Johannstadt 17 486 Autofahrer erwischt, die zu schnell waren. Sie mussten mehr als 573 000 Euro an die Stadt überweisen. Die Anlage auf der anderen Seite der Brücke fotografierte 2015 reichlich 3920 zu schnelle Autos. Insgesamt die Stadt von ihnen 126 719 Euro kassiert. Addiert man diese Zahlen, dann ergibt sich, dass die zwei Geräte auf der Brücke im vergangenen Jahr fast ein Drittel der gesamten Einnahmen eingespielt haben.

Sechsstellige Summen kamen darüber hinaus nur bei vier weiteren Geräten zustande: Bei dem immer noch recht neuen Blitzer auf der Radeburger Straße kurz vor der Meinholdstraße (7057 Verstöße und fast 211 500 Euro), auf der „Bautzner“ kurz vor der Haltestelle Elbschlösser (4891/133 218), bei dem Apparat auf der Maxim-Gorki-Straße knapp vor der Hansastraße (4891/144.318) und auf der Dohnaer Straße (3981/106 019). Die Anlage auf der „Dohnaer“, die den Verkehr in Richtung Heidenau überwacht, hat im vergangenen Jahr deutlich zugelegt. Die Summe der Verwarn- und Bußgelder, die sie eingespielt hat, kletterte im Vergleich zum Vorjahr um fast 10 000 Euro.

Aus finanzieller Sicht besonders uneffektiv hat 2015 dagegen die Überwachungsanlage an der Meißner Landstraße in Cotta gearbeitet. An der Ampelkreuzung, an der die Straße Am Urnenfeld quert, waren 169 Autofahrer zu schnell, 48 fuhren bei „Rot“. Die ertappten Verkehrssünder mussten reichlich 17 000 Euro überweisen.

Die meisten Rotlichtverstöße registrierte 2015 der Blitzer an der Fußgängerampel auf der Bautzner Straße in Höhe der Löwenstraße. 481 Autofahrer wurden dort fotografiert, sie mussten fast 61 000 Euro an die Stadt überweisen. Platz 2 belegte 2015 ebenfalls ein Gerät auf der „Bautzner“, der Blitzer am Weißen Adler. 341 Autofahrer missachteten dort das „Rot“-Signal der Ampel, knapp 66 800 Euro waren fällig. Auf dem Dippoldiswalder Platz rauschten 283 Autofahrer bei „Rot“ noch über die Kreuzung Richtung Budapester Straße. 439 drückten dort zu sehr auf die Tube, bevor sie an dem Blitzer vorbeikamen. Die Stadt kassierte reichlich 52 000 Euro. Das Überwachungsgerät am Rathenauplatz in Richtung Neustadt, das 2014 noch die Liste der Rotlichtverstöße angeführt hat, landete 2015 auf dem vierten Platz. 211 Autofahrer passierten die Kreuzung in Richtung Carolabrücke, nachdem die Ampel auf „Rot“ umgeschaltet hatte. Zusammen mit den 240 Geschwindigkeitsüberschreitungen, die der Blitzer registriert hat, wurden knapp 44 000 Euro fällig.

Die Einnahmen aus Verkehrsüberwachungen mit mobilen Blitzern betrugen 2015 in Dresden rund 1,4 Millionen Euro. Dabei registriert die Stadt rund 51000 Ordnungswidrigkeiten.

Der schlimmste Raser wurde 2015 übrigens auf der Radeburger Straße erwischt. Er war offenbar im Autobahn-Modus, als er über die Kreuzung an der Meinholdstraße rauschte. Das Messprotokoll zeigte nach Abzug der Toleranz immer noch 165 Stundenkilometer an. Erlaubt sind dort 60 km/h.

Von Christoph Springer

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