Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 8 ° Regen

Navigation:
Google+
Erfolgreiche Tüftler: Studententeam aus Dresden qualifiziert sich in Hamburg für Roboter-Weltmeisterschaft

Erfolgreiche Tüftler: Studententeam aus Dresden qualifiziert sich in Hamburg für Roboter-Weltmeisterschaft

"Partylöwe" und "Spaßvogel" sind zwei Alleskönner. Am Wochenende feierten sie Geburtstag, garnierten eine leckere Torte mit Kirschen, pusteten Kerzen aus, öffneten Geschenkverpackungen und servierten ihren Gästen ein Glas Wein.

Voriger Artikel
Rabbiner in Dresden ins Amt eingeführt
Nächster Artikel
Dresden kämpft mit Altlasten - 300 Flächen gelten immer noch als kontaminiert

Die Roboter, die die Mitglieder der Dresdner TURAG konstruieren, sind wahre Alleskönner. Am Wochenende hat sich das Team für die WM qualifiziert.

Quelle: Bodo Marks/dpa

Das ist alles andere als selbstverständlich, denn "Partylöwe" und "Spaßvogel" sind keine Menschen, sondern Roboter und seit Sonnabend deutsche Vizemeister.

Die Väter des Erfolgs sind die Mitglieder der Arbeitsgruppe für mobile Robotik der TU Dresden, kurz TURAG, die beim deutschen Vorentscheid der internationalen Eurobot-Meisterschaften in Hamburg gegen sieben Teams antraten. Letztlich mussten sich die Dresdner Studenten nur dem Roboterclub der RWTH Aachen geschlagen geben. Mit dem zweiten Platz in der Tasche haben sich die Tüftler für die Roboter-Weltmeisterschaft qualifiziert, die am 9. Mai im französischen La Ferté-Bernard beginnt. Im nächsten Jahr soll der Vorentscheid in der sächsischen Landeshauptstadt stattfinden.

Die 2003 gegründete Robotik-Arbeitsgruppe aus Dresden hat sich in der Szene schon lange vorher einen Namen gemacht. Vor sechs Jahren wurde das Team Vizeweltmeister, 2008 und 2011 Deutscher Meister. Das eigentliche Ziel der AG ist allerdings, angehenden Ingenieuren neben dem Studium auch Einblicke in die Praxis zu ermöglichen.

"Partylöwe" und "Spaßvogel" sind das Ergebnis wochenlanger Arbeit. Bei dem Wettstreit in Hamburg mussten sie innerhalb von 90 Sekunden vollkommen autonom die gestellten Aufgaben rund um das Motto "Happy birthday" lösen. Per Fernsteuerung durften die Roboter nicht geführt werden, dafür konnte die Maschine des Gegners auf dem reichlich sechs Quadratmeter großen Spielfeld jederzeit dazwischen funken.

Das Besondere im Gegensatz zu anderen Roboterwettkämpfen ist, dass die Studenten nicht nur die Pro-grammierung, sondern auch die Konstruktion der Roboter übernehmen. Alle Bereiche wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik fließen so zusammen. "Von solchen Studentenprojekten können auch wir in der Forschung Erkenntnisse gewinnen, denn oft gehen Studenten viel unkonventioneller an Probleme heran", erklärt Christoph Borst, Informatiker und Abteilungsleiter Autonomie und Fernprogrammierung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt im bayerischen Oberpfaffenhofen. Im Haushalt werden Roboter bereits als Staubsauger oder Rasenmäher eingesetzt. In Japan gibt es Roboter in Form von Haustieren, die Alzheimer-Patienten beruhigen sollen. Die Entwicklungen sind teuer. Ein Industrieroboter kostet heute bis zu 40 000 Euro. Ohne die Zuwendungen zahlreicher Sponsoren an die Dresdner TURAG hätten wohl auch "Partylöwe" und "Spaßvogel" nie Geburtstag feiern können. (mit dpa)

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.04.2013

Christoph Stephan und Katharina

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.