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Enormer Andrang: Dresdner Tafel verkauft gespendete Edelkleider

Enormer Andrang: Dresdner Tafel verkauft gespendete Edelkleider

Die begehbare Tiefkühlkammer der Dresdner Tafel hat bei den Helfern seit der ungewöhnlichen Spende von mehreren Tausend edlen Kleiderstücken einen neuen Namen.

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Tafel-Gründerin Edith Franke in Dresden.

Quelle: Dominik Brüggemann

Ediths Gucci Laden nennen ihn die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Am Sonntag kam ein Teil der Jacken, Pullover, Schuhe und Gürtel bei einem Basar zum Verkauf.

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Tafel-Gründerin Edith Franke beim Verkauf der Waren.

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„Die Kühlkammer ist hermetisch abgeriegelt. Gegen Insekten und Einbrecher“, benannte die Tafel-Gründerin Edith Franke am Sonntag die Vorteile des umfunktionierten Raumes. Rund 80 Menschen transportierten [link:700-NR_DNN_69865-1] in den Verkaufsraum an der Zwickauer Straße, der sonst der Essensausgabe dient. Mitarbeiter und der zuständige Objektschutz waren in erhöhter Wachsamkeit. „Die Geschichte der edlen Kleiderspende ist bundesweit durch die Medien gegangen“, berichtete Franke, die seit 7 Uhr auf den Beinen war.

„Wir wollten für jeden Fall gewappnet sein und haben uns entsprechend mit vielen Helfern auf einen großen Andrang vorbereitet“. Erste Zeichen deuteten bereits im Vorfeld des Basars auf eine enorme Anfrage hin. „Wir haben Anrufe aus ganz Deutschland erhalten“, so Franke. Teilweise hätten sich professionelle Einkäufer gemeldet, die die Markenkleider im großen Stil aufkaufen wollten. Denen habe sie im Vorfeld eine Absage gemacht. Die Sachen habe sie unter der Bedingung erhalten, sie nicht für spekulative Zwecke zu verkaufen. „Wir benötigen einen neuen Kühltransporter und ich denke, heute haben wir den Grundstein dafür gelegt“, erzählt Franke, während sie mit Kunden über Preise feilscht und Kleidungsstücke begutachtet.

Rund 23.000 Euro seien allein an diesem Tag zusammengekommen. Bereits um 5.45 Uhr hätten die ersten Interessenten Stellung bezogen. Die Schlange habe sich bis zur Eröffnung um 10 Uhr auf mehrere Hundert Meter verlängert. Auch am Nachmittag mussten Helfer den Einlass kontrollieren. „Wir lassen immer nur ein paar Dutzend rein, deswegen läuft der Verkauf sehr geordnet“, berichtete ein Mitarbeiter. Innen wechselten Prada-Taschen, Chanel-Jacken und Armani-Anzüge die Besitzer. Edith Franke hatte bei dem Verkauf einen Vorteil: „Ich habe nach der Wende mal zwei Jahre Designer-Mode vertrieben.“ Jetzt profitiere sie von ihren Erfahrungen und kann die Kleidung recht gut einschätzen. „Die Schnitte von Armani sind beeindruckend“, freut sie sich.

Allerdings kauft nicht jeder Interessent für den guten Zweck oder für den Eigenbedarf. „Vom Bedürftigen bis zum Spekulanten sind alle hier“, sagt sie über die Menschen vor Ort. Eine Käuferin ist die Studentin Linh Tran. „Ich habe von einer Freundin hiervon gehört und möchte auch sehen, ob etwas für mich dabei ist“, begründet sie ihren Besuch. Eine graue Handtasche hat sie sich ausgesucht. Letztlich kommt jeder Euro der Dresdner Tafel zu Gute. „Wenn wir etwas einnehmen, dann ist es direkt für einen guten Zweck vorgesehen“, sagt Franke und sortiert weiter edle Kleidung, die sich Bedürftige nicht leisten können.

Dominik Brüggemann

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