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Energieversorger drehen 2200 Dresdner Haushalten Strom ab

Nicht bezahlte Rechnungen Energieversorger drehen 2200 Dresdner Haushalten Strom ab

Wer seine Stromrechnungen nicht bezahlt, muss mit harten Konsequenzen rechnen. Reagiert ein Verbraucher auch auf Mahnungen und Androhungen nicht, kann der Versorger die Stromlieferung unterbrechen. In Dresden ist das 2015 ganze 2200 Mal passiert.

Wer seine Stromrechnung nicht bezahlt, muss mit Abschaltung rechnen.
 

Quelle: Archiv/A. Döring

Dresden.  In Dresden ist im vergangenen Jahr bei 2200 Haushalten aufgrund von Zahlungsrückständen der Strom abgestellt worden. Das sind deutlich weniger als in früheren Jahren. Die Landeshauptstadt liegt damit auch deutlich unter den Zahlen in Leipzig.

Bei Zahlungsverzug können die Energieversorger laut der entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen die Versorgung unterbrechen lassen, wenn sie es vier Wochen vorher angedroht haben. Ausnahmen gibt es nur, wenn die Folgen der Abschaltung unverhältnismäßig sind oder der Kunde darlegen kann, dass gute Aussichten bestehen, dass er seinen Verpflichtungen nachkommen kann. Die Unterbrechung ist ab einem Zahlungsrückstand von mindestens 100 Euro möglich. Die Abschaltung muss dem Kunden drei Werktage im Voraus angekündigt werden. Der Stromversorger muss die Lieferung „unverzüglich“ wiederherstellen zu lassen, sobald die Gründe für ihre Unterbrechung entfallen sind und der Kunde die Kosten der Unterbrechung und Wiederherstellung der Belieferung ersetzt hat.

Kundenservicemitarbeiter erkennen im direkten Gespräch mit den Stromschuldnern häufig, dass diese nicht ausreichend in der Lage sind, ihre Finanzen zu organisieren. Teilweise geht es auch um verzögerte Antragsbearbeitungen oder Sanktionen bei Hartz IV-Empfängern. Immer wieder stoßen Hilfs- und Beratungsorganisationen auf Fälle, in denen Menschen in Finanznot nicht daran denken, mit ihrem wenigen Geld zunächst die Kosten der Wohnung abzusichern.

In Leipzig wurde im vergangenen Jahr bei 4421 Haushalten der Strom abgestellt. In Chemnitz waren es 1663, bei rund 245000 Einwohnern ist dort allerdings die Zahl der Haushalte insgesamt auch deutlich geringer. Das geht aus Angaben von Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) auf eine Kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Susanne Schaper hervor. Mit rund 540 000 Einwohnern sind Leipzig und Dresden vergleichbar.

Wie aus früheren Ministeriumsangaben deutlich wird, sind die Zahlen zuletzt deutlich gesunken. Im Jahr 2014 gab es in Leipzig noch 5637 Abschaltungen, in Dresden waren es seinerzeit 2500 und in Chemnitz 1872. 2010 hatte es 10 500 Abschaltungen in den drei Kreisfreien Städten gegeben, 2011 waren es sogar 13 345 Sperren. 2006 waren es 20 500 und 2007 rund 18 800 Stromabschaltungen.

Von Ingolf Pleil

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