Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 17 ° wolkig

Navigation:
Google+
Energiespartipps sind in Dresden gefragt wie nie

Energiespartipps sind in Dresden gefragt wie nie

"Die Nachfrage nach einer Energiesparberatung hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen", weiß Axel Pietzsch, Leiter des Kundenzentrums Drewag-Treff im World-Trade-Center.

Voriger Artikel
Geheime Computerbilder zur geplanten Hafencity in Dresden aufgetaucht
Nächster Artikel
Suppenhersteller Zamek verlagert Jobs nach Dresden

Energiesparen ist eine hochtechnische Angelegenheit - und die Möglichkeiten zu entdecken, wie man den Verbrauch senken kann, auch. Axel Pietzsch, Leiter des Drewag-Treffs, zeigt Energiespar-Equipment: LED-Lampen und Messgeräte für Heizungs-Check und Stromverbrauch.

Quelle: Dietrich Flechtner

Von catrin steinbach

Kein Wunder angesichts der gerade gestern wieder verkündeten neuerlichen Strompreiserhöhungen (Berichte heute auf der Titelseite und im Wirtschaftsteil). "Wichtig ist uns, nicht nur pauschale Einspartipps zu geben, sondern die Kunden ganz individuell anhand ihrer persönlichen Situation zu beraten", so Pietzsch. Dass ein Versorger, der auch vom Stromverkauf lebt, übers Sparen informiert, ist schon etwas paradox. Für wen das ein "Geschmäckle" hat, der kann sich aber zwecks Energieberatung ebenso an die Verbraucherzentrale wenden.

Pfiffig sind die Möglichkeiten im Internet. Da kann man beispielsweise vom heimischen Computer aus einen Stromsparcheck machen, wenn man anonym persönliche Daten wie Zahl der im Haushalt lebenden Personen, welche Art von Geräten man wie oft wie lange betreibt, angibt. "Am Ende sieht der Kunde sofort, wofür er am meisten Strom verbraucht, bekommt zum einen Vergleichswerte von Nutzern, die den Check auch schon durchgeführt haben und zum anderen Einsparpotentiale genannt", erklärt der Drewag-Treff-Chef.

Die Verbraucherberatung hat eigens eingerichtete Energieberatungsstützpunkte und bietet zusammen mit dem Bundesumweltministerium im Internet außerdem ein übersichtliches Menü, in dem nicht nur zahlreiche Möglichkeiten, Energie und Strom zu sparen, aufgelistet sind. Dort gibt es auch gleich Angaben, wie viel CO2-Emissionen man dadurch vermeiden kann. Energiesparen und Umweltschutz.

Unterschätzt werden laut Drewag besonders Energiekosten durch den Standby-Modus. "Gerade bei PC's summieren sich die Kosten, die durch Geräte wie Drucker, Scanner, Modem, Audioanlage, eine separate Festplatte oder ähnliches entstehen", weiß Pietzsch. Laut Energiesparkalkulator auf der Internetseite kostet ein Computer mit Bildschirm - ein Jahr lang 24 Stunden täglich im Standby-Modus gelassen - 46,65 Euro. Zur Zeit. Auch ein Wasserbett, ein Aquarium, in die Jahre gekommene Kühlschränke, Wäschetrockner schlagen in der Stromrechnung merklich zu Buche.

Wer es ganz genau wissen möchte, der kann sich 14 Tage lang ein Strommessgerät ausleihen. "Das schließt man zwischen Steckdose und das jeweilige Gerät an, misst so den Stromverbrauch, bekommt dann die Kosten hochgerechnet", erklärt der Leiter des Kundenzentrums. Des Weiteren kann man einen Koffer mit verschiedenen Leuchtdioden (LED) bekommen. "Damit hat man die Möglichkeit, zu Hause auszuprobieren, welche LED für welche Lichtquelle geeignet ist", weiß Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann. "LED sind zwar in der Anschaffung teurer, aber viel vorteilhafter als Energiesparlampen, denn sie bringen sofort nach dem Einschalten 100 Prozent Leistung, haben eine sehr lange Lebensdauer und müssen nicht als Sondermüll entsorgt werden."

Angesichts der Tatsache, dass in einem Durchschnitthaushalt die Beleuchtung nur zwei Prozent, Haushaltgeräte elf Prozent, Computer zwei Prozent auf der Energierechnung ausmachen, Heizung und Warmwasser aber nach Angaben von Versorgungsunternehmen 75 Prozent, empfiehlt es sich, auch diesen Posten unter die Lupe zu nehmen. Hausbesitzer können eine Thermographie-Messung ihres Hauses beantragen. "Mit einer Infrarotkamera stellen Fachleute fest, wie es um die Wärmedämmung bestellt ist", sagt Pietzsch. "Seit 2005 haben wir bereits 1250 solcher Messungen auf Wunsch von Hausbesitzern durchgeführt." Kosten für Drewag-Kunden: 75 Euro.

Termin-Telefon für eine Energieberatung bei der Verbraucherzentrale Sachsen, Beratungszentrum Dresden, Fetscherplatz 3: 0351-459 34 8, www.verbraucherzentrale-sachsen.de/dresden; Kundenzentrum Drewag-Treff im World Trade Center, Ecke Freiberger/Ammonstraße; Tel.: 8 60 44 44; Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 9-19 Uhr, Sa. 9-13 Uhr, www.drewag.de;

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.10.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.