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Endlich Baustart an der Saloppe

Endlich Baustart an der Saloppe

Am ehemaligen Wasserwerk Saloppe ist seit einigen Tagen ein Abrissbagger zugange. Nach DNN-Informationen handelt es sich um vorbereitende Maßnahmen zur Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes.

Derzeit wird ein schmaler, schon lange nicht mehr genutzter Anbau der Drewag entfernt. Die Dresdner Stadtwerke haben die Saloppe laut Sprecherin Gerlind Ostmann bereits im Oktober vergangenen Jahres an den bayerischen Unternehmer Miljenko Salopek verkauft.

Dieser will das einstige Wasserwerk bis Ende 2015 zu einer großzügigen Wohnresidenz mit Parkanlage um- bauen. Geplant sind über 30 Eigentumswohnungen, die unter anderem mit Echtholzparkett und Fußboden- heizungen ausgestattet sein werden. Hinsichtlich weiterer Details mag sich Salopek bislang nicht öffentlich äußern.

Die Genehmigung für den millionenschweren Umbau der Saloppe liegt ihm seit über sieben Monaten vor. "Es gibt eine Stellungnahme des Umweltamtes, in der die Belange des Hochwasserschutzes behandelt werden", erklärt Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) auf DNN-Anfrage. "Es wurde festgestellt, dass das Vorhaben teilweise im rechtswirksamen Überschwemmungsgebiet der Stadt Dresden liegt." Wirklich kritisch sei dies jedoch nicht, denn insbesondere die geplante Tiefgarage und der unterirdische Keller wären bei einem stärkeren Hochwasser nur minimal betroffen. Dafür muss sich Miljenko Salopek jedoch an verschiedene Auflagen halten, die neben dem Denkmalstatus des Hauses auch den Artenschutz betreffen. Denn seltene Tiere wie Fledermäuse leben im Umfeld der Saloppe.

Obwohl es keine Bedingung der Stadt war, will der Investor die zwei fehlenden Turmspitzen an der Westfassade rekonstruieren. Dazu gibt es noch alte Pläne und Bilder. Die Türmchen wurden in der Bombennacht vom 13. Februar 1945 zerstört. "Das in Dresden präsente und über die Region bekannte Objekt wird mit viel Emotionalität und Sensibilität von Seiten des Bauträgers und des Generalplaners saniert, um ihm den Glanz und das historische Erscheinungsbild von 1875 wiederzugeben, so dass es den Zusatz viertes Elbschloss wahrlich verdient", versprechen die Verantwortlichen auf der Projektseite im Internet. Zum Generalplaner wurde die Firma "IPRO Consult" bestimmt, die schon an der Sanierung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr und dem Bau des "British Hotel" am Neumarkt beteiligt war. Der Vertrieb der Luxuswohnungen liegt in den Händen der Dresdner Firma "Sivia Baukonzept".

Auf die angrenzende "Sommerwirtschaft Saloppe" hat der Ausbau des Gebäudes zur luxuriösen Wohnresidenz wohl keine unmittelbaren Auswirkungen, denn es handelt sich um zwei voneinander getrennte Grundstücke. Der Betreiber der Sommerwirtschaft, Jan Michael, hofft dennoch auf ein baldiges persönliches Gespräch mit Miljenko Salopek, um mögliche Konflikte von Anfang an offen zu bereden. Die "Sommerwirtschaft Saloppe" startet am 26. April in ihre neue Saison.

iInformationen zum Ausbau der Saloppe finden Sie auf www.wasserwerk-saloppe.de.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.02.2014

Christioph Stephan

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