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Elternbefragung: Dresdner sind mit ihren Kitas zufrieden

Elternbefragung: Dresdner sind mit ihren Kitas zufrieden

Die Dresdner Eltern sind mit der Kinderbetreuung in Kitas und bei Tagesmüttern sehr zufrieden. Sie sehen diese nicht nur als Voraussetzung, um selbst arbeiten gehen zu können, sondern auch als Bildungsort sowie als Chance für ihre Kinder, mit Gleichaltrigen soziale Kontakte zu knüpfen.

Das geht aus den Elternbefragungen des Kita-Eigenbetriebs hervor, an deren jüngstem Durchlauf sich rund 2000 Eltern beteiligt hatten.

Allerdings offenbarten die Antworten auch Probleme. Mehrfach wünschten sich Eltern mehr Kindergärtnerinnen in den Kitas. Auch rücken für sie ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Erzieherinnen und eine regelmäßige Information darüber, wie es ihren Kin-dern in der Kita geht, mehr in den Fokus. Andererseits gab fast ein Drittel der Befragten an, noch kein Entwicklungsgespräch geführt zu haben - eigentlich sollten die Erzieherinnen wenigstens einmal im Jahr mit den Eltern solch ein Gespräch führen. Sabine Grohmann, stellvertretende Leiterin des städtischen Eigenbetriebes, führte das auf die hohe Belastung der Kindergärtnerinnen zurück.

Auch Thomas Engel vom Wohlfahrtsverband "Paritätischer" sieht da Handlungsbedarf - vor allem beim Land: Sachsen habe den zweitschlechtesten Kita-Betreuungsschlüssel bundesweit. Längst schon habe der Freistaat Besserung gelobt. "Das Land sollte seinen Versprechen endlich Taten folgen lassen", forderte Engel.

Im Moment jage Dresden eigentlich nur der Erfüllung des Krippen-Rechtsanspruchs hinterher, kritisierte Stadtrat Tilo Kießling (Linke). Darüber dürfe man aber nicht die Qualität der Betreuung aus den Augen verlieren - dies zeige die Befragung deutlich. Denn befragt, was ihnen an einer Kita wichtig sei, benannten eine große Mehrheit eine enge "Kommunikation zwischen Leitung und Eltern" für wichtig oder sehr wichtig. Ähnlich hoch gewichteten die Eltern Bewegungsangebote, Außenspielplätze, kleine Gruppen und gutes Essen.

Ob die Kita zu einem freien Träger oder der Stadt gehört, ist den meisten Eltern eher egal. Auch die jüngst auf dem politischen Parkett entflammte Diskussion um Großkitas bewegt die Eltern kaum. Und die Öffnungszeiten-Debatte hat wohl doch nicht so viel Brisanz wie oft angenommen: 56 Prozent der Eltern ist es wichtig, dass ihre Kita nach 17 Uhr noch auf hat - aber Öffnungszeiten vor 7 Uhr wünscht sich nur eine Minderheit von 40 Prozent.

Interessant auch: Tagesmütter stoßen als Alternative zur Krippe auf Resonanz. Aber bei dieser Betreuungsform sind die Eltern besonders kritisch mit ihren Ansprüchen. Hier gewichten die Mütter und Väter zum Beispiel Sympathie zwischen Tagesmutter, Kind und Eltern, persönliches Vertrauen, Raumgestaltung und individuelle Absprachen weit höher als in einer Kita.

Generell aber kann man vor allem von einer Renaissance der Krippe sprechen. Nach einem Einbruch in der Nachwendezeit steigt der Anteil der Kleinkinder in Kitas von Jahr zu Jahr - und nicht nur wegen des Babybooms. Gingen 1998 nur 23 Prozent aller Kinder unter drei Jahren in eine Krippe, hat sich dieser Anteil bis heute auf 59 Prozent mehr als verdoppelt. "Die Dresdner Eltern geben ihre Kinder eben nicht nur wegen ihrer Berufstätigkeit in die Kita, sondern weil sie dort auch Bildungschancen und frühkindliche Förderung sehen", betonte Grohmann.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.03.2013

hw

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