Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Elektronikstandorte hoffen durch engere Vernetzung auch auf mehr Fördergelder von der EU

Elektronikstandorte hoffen durch engere Vernetzung auch auf mehr Fördergelder von der EU

Mehr und mehr Mikroelektronik-Institute weltweit interessieren sich für Außenstellen und eine engere Vernetzung in und mit Dresden. So erwägt das größte europäische Chip-Forschungszentrum "IMEC" aus Löwen in Belgien, hier eine Zweigstelle aufzubauen, wie IMEC-Sprecherin Katrien Marent auf DNN-Anfrage bestätigte.

Details könne sie aber noch nicht nennen.

Zudem wollen der sächsische High- tech-Verband "Silicon Saxony", Fraunhofer-Institute und weitere Dresdner Partner einen ständigen "Mikroelektronik-Botschafter" installieren, der den Kontakt zum Nano-Collage in Albany und den dortigen 450-mm-Projekten hält. Auch über ein Büro des französischen "Leti"-Elektronikinstituts in Dresden wird verhandelt.

Ein Hintergrund der verstärkten Vernetzungsbemühungen auf sächsischer Seite: Seit einiger Zeit ist Dresden - trotz seiner zentralen Rolle in der europäischen Mikroelektronik - in den Fördermittelrunden der EU vergleichsweise leer ausgegangen. So bekam der Standort in der ersten Tranche der neuen EU-Mikroelektronik-Strategie nur ein Prozent der Gelder zugesprochen. Dies liege vor allem daran, dass die nötige nationale Kofinanzierung zu gering sei, erläuterte Generaldirektor Andreas Wild vom zentralen Fördermittelvergabe-Unternehmen ENIAC. So habe die Dresdner Mikroelektronik in der jüngsten Förderperiode des ENIAC nur 6,2 Millionen Euro erhalten, weil es keine Kofinanzierung vom Bund gab.

In Frankreich hingegen, wo Premier Jean-Marc Ayrault (Sozialisten) erst vor einem Monat rund 600 Millionen Euro für die nationale Initiative "Nano2017" locker machte, bekamen Leti, ST Microelectronics und andere Partner 337,5 Millionen EU-Euro von ENIAC - weil der französische Staat dort 44 Millionen Euro drauflegte.

Diese Zurückhaltung des Bundes ist sächsischen Politikern schon lange ein Dorn im Auge. Sie dringen in Berlin auf ein stärkeres finanzielles Engagement für die Schlüsseltechnologie Mikroelektronik, die die Wettbewerbsfähigkeit großer Teile der deutschen Wirtschaft mitentscheide - seien es Autoindustrie, Luftfahrt oder Telekommunikation. "Wenn man aber sieht, dass Mitarbeiter im Bundesforschungsministerium ,Wafer' immer noch mit ,V' schreiben, bleibt wohl noch viel zu tun", sagte Tillich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.08.2013

Heiko Weckbrodt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Anzeige
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.