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Elbekonferenz: Fluss soll in Dresden nicht tiefer als 1,60 Meter ausgebaggert werden

Elbekonferenz: Fluss soll in Dresden nicht tiefer als 1,60 Meter ausgebaggert werden

Die Elbe in Dresden und weiter stromab soll auch bei Niedrigwasser immer etwa 1,60 Meter tief sein und die Fahrtrinne 50 Meter breit. Das steht in einem Papier, das Anfang des Monats bei einer Konferenz mit der Überschrift "Gemeinsam einen Fluss gestalten" in Magdeburg stattgefunden hat.

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Auf der Elbe in Dresden wird der Frachtverkehr in den nächsten Jahren wieder leicht zunehmen, erwartet das Bundesverkehrsministerium.

Quelle: Ralf Hirschberger, dpa

Das Bundesverkehrsministerium und das Bundesumweltministerium waren federführend bei diesem Treffen, am Konferenztisch saßen unter anderem Vertreter der Elbanrainer und aus Berlin, Fachleute aus Naturschutzverbänden und sogar Kirchenmitarbeiter. Die Konferenz widmete sich der Zukunft der Elbe, die dabei aufgestellten Prämissen sollen künftig in einem "Gesamtkonzept Elbe" zusammengefasst werden.

Wichtigstes Ergebnis aus Dresdner Sicht: Die Elbe muss als Binnenschifffahrtsstraße mit internationaler Bedeutung erhalten werden. Schon deshalb, weil sie laut dem Versailler Vertrag von 1919 eine internationale Wasserstraße ist und Tschechien ein Anrecht auf ein eigenes Hafenareal an der Elbe in Hamburg hat, wie Volker Keitel, Leiter des Referats Wasserstraßenmanagement im Bundesverkehrsministerium in Magdeburg berichtete. Das Ministerium geht davon aus, dass die Transportmengen auf der Elbe bis 2025 in Dresden leicht steigen, von derzeit knapp 400000 Tonnen im Jahr auf 760000 Tonnen. Hintergrund sind Keitel zufolge steigende Transportmengen von und nach Tschechien.

Für Dresden heißt das: Die Zahl der Frachtschiffe wird wieder leicht steigen. "Die verkehrliche Nutzung der Elbe ist weiterhin zu gewährleisten", steht in den Eckpunkten für das Elbekonzept und gilt deshalb auch für die sächsische Landeshauptstadt. Allerdings soll der Unterhaltungsaufwand "möglichst gering" sein, Staustufen sind ausgeschlossen.

Die Fahrtrinne wird also weiter regelmäßig überprüft und bei Bedarf ausgebaggert. Ausbauwünschen für größere als die bekannten Frachtschiffe ist aber mit den jetzt festgelegten Maßen ein Riegel vorgeschoben worden. Demnach bleibt es zwischen Dresden und der tschechischen Grenze bei den bisher üblichen 1,50 Meter Fahrtrinnentiefe bei Niedrigwasser und einer -breite von 40 Metern.

Umweltschützer werden das Konferenzergebnis aus Magdeburg als Erfolg verbuchen. Schließlich steht in den "Strategischen Zielen und Eckpunkten" für die Elbe-Zukunft im zweiten der acht "Grundsätze der Zusammenarbeit", dass die Nutzung als Schifffahrtsstraße und der Schutz der Natur künftig stets gleichen Stellenwert haben sollen.

Das Fazit aus Dresdner Sicht: Es bleibt beim derzeit schon geltenden Unterhaltungsziel der Elbe, wie es bereits im Mai 2005 in den Grundsätzen für die Elbe zwischen Tschechien und Geesthacht festgelegt worden ist. Und der Schutz der Flusslandschaft und die Rolle der Elbe als Schifffahrtsstrecke haben gleichen Stellenwert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.03.2013

Christoph Springer

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