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Elbe sinkt in Dresden unter 7 Meter – Hochwasser-Warnstufe 4 wird aufrecht erhalten

Elbe sinkt in Dresden unter 7 Meter – Hochwasser-Warnstufe 4 wird aufrecht erhalten

Die Elbe in Dresden ist in der Nacht zu Montag erstmals seit fast einer Woche wieder unter die Marke von 7 Metern gefallen. Nach dem Höhepunkt mit 8,76 am Donnerstag vermeldete das Landeshochwasserzentrum am Montag 8 Uhr 6,97 Meter.

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Am Terrassenufer sieht man inzwischen deutlich, dass das Wasser zurückweicht.

Quelle: Stephan Lohse

Die höchste Warnstufe 4 wird laut Stadtverwaltung trotzdem aufrecht erhalten.

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Auch rund um das Blaue Wunder rücken die Anwohner dem Schlamm zuleibe.

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Das Blaue Wunder und viele andere Straßen in Dresden konnten inzwischen wieder freigegeben werden. Weitere Straßen sollen am Montag wieder befahrbar sein. Zudem werden nach und nach die errichteten Sandsack-Dämme abgebaut. In einigen Dresdner Stadtteilen steht allerdings weiterhin Wasser. Laut Drewag hatten am Montagmorgen noch immer 2900 Haushalte keinen Strom.

Dort, wo das Wasser wieder weg ist, beginnen die Aufräumarbeiten. Sandsäcke müssen entfernt werden, zudem hinterlässt das Wasser nahezu überall Treibgut und Unmengen vom Schlamm. In besonders betroffenen Vierteln dürfen Anwohner Sperrmüll am Straßenrand ablegen. Dieser wird dann genauso wie gebrauchte Sandsäcke von der Stadt kostenfrei entsorgt.

Derweil warnt das Gesundheitsamt der Stadt vor gesundheitlichen Gefahren. Jeder Helfer, der in überfluteten Häusern beim Aufräumen mit anpackt, sollte sich nicht nur Handschuhe und Gummistiefel anziehen, sondern auch feuchtigkeitsabweisende Kleidung tragen. „Da eine Verunreinigung des Wassers oder des Schlammes mit Krankheitserregern nicht ausgeschlossen werden kann, sollten sich immungeschwächte Personen und Kinder nicht an den Aufräumarbeiten beteiligen“, betonte ein Rathaussprecher. Zudem sollte jeder Helfer überprüfen, ob er gegen eine Tetanus-Infektion geimpft ist. Kinder dürfen auf keinen Fall im Flutwasser oder auf zwischenzeitlich überfluteten Flächen spielen.

Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) berief zusätzlich zum Katastrophenstab der Stadt auch einen Nachsorgestab, der am Montag seine Arbeit aufnehmen soll. „Es ist wichtig, dass wir die Aufgaben, die nach dem Hochwasser anstehen, sofort angehen“, betont Orosz. „Dazu gehört in erster Linie die Schadenserfassung und die Planung für die Behebung der Flutschäden.“ Zum Chef des Nachsorgestabes sei Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) ernannt worden. Vertreter wichtiger Ämter sollen unter seiner Leitung eng verzahnt miteinander arbeiten.

Derweil wurden in Dresden bereits rund 531.000 Euro an hochwassergeschädigte Dresdner aus gezahlt. An den offiziellen städtischen Ausgabestellen in Leuben, Cossebaude und im Rathaus am Dr.-Külz-Ring bildeten sich zeitweise lange Schlangen. Bearbeitet wurden insgesamt 645 Anträge auf Soforthilfe, zudem gingen 1608 Hochwasserbescheinigungen raus. Letztere werden unter anderem als Vorlage beim Arbeitgeber und zum Stornieren geplanter Urlaubsreisen benötigt.

Weiterhin geschaltet ist das Bürgertelefon am Montag von 6 Uhr bis 22 Uhr unter der Rufnummer (0351) 488 76 66 besetzt. Zudem sind die Seelsorgetelefone von DRK (850 02 39) und der Diakonie unter (0 8001) 11 01 11 und (0 8001) 11 02 22 geschaltet.

sl / chs

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