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Elbe Flugzeugwerke in Dresden: "Wir sind bereit, wenn das ,Umbau-Fenster' kommt"

Elbe Flugzeugwerke in Dresden: "Wir sind bereit, wenn das ,Umbau-Fenster' kommt"

In zwei Betriebsversammlungen ist die Belegschaft der Elbe Flugzeugwerke (EFW) gestern über die Neuerungen im und für das Unternehmen unterrichtet worden. EFW-Chef Andreas Sperl trat zusammen mit Serh Ghee Lim, dem Präsidenten der weltweit agierenden ST Aerospace aus Singapur, und Harald Wilhelm, Finanzchef der Airbus Gruppe, am Vormittag und kurz nach Mittag vor die Mitarbeiter, um möglichst alle, die in den verschiedenen Schichten arbeiten, zu erreichen und um sie noch einmal - sozusagen offiziell - über das in Kenntnis zu setzen, was bei der internationalen Flugschau in Le Bourget am Dienstag unterzeichnet worden war (DNN berichteten).

Im Wesentlichen ging es darum, dass Airbus seine Mehrheitsbeteiligung an den Elbe Flugzeugwerken aufgibt, 20 Prozent an den bisherigen Minderheitseigner ST Aerospace abgibt und der damit seine Anteile auf 55 Prozent aufstockt. Im Gegenzug übernimmt St Aerospace die Entwicklungskosten für den geplanten Umbau von Airbusflugzeugen der Reihen A320 und A321 zu Frachtern. Das ist ein neuer Großauftrag für die Elbe Flugzeugwerke, die hier in Zukunft nicht nur diese Umrüstungen vornehmen, sondern das Projekt auch weltweit betreuen und koordinieren.

In langen Verhandlungen im Vorfeld hatten die drei Beteiligten sich auf diese Planung geeinigt, und die Flugzeugwerke hatten ihre Mitarbeiter auch regelmäßig an Runden Tischen über die Pläne informiert und was sie für die rund 1100 Arbeitnehmer bei den EFW bedeuten.

Was die Neuerungen aus Sicht des Unternehmens für die EFW bringen, hatte EFW-Chef Sperl schon bei der Unterzeichnung des Vertrages erläutert: "Diese Zusammenarbeit stärkt uns und hilft uns, die Zukunft des Unternehmens zu formen." Der ideale Zeitpunkt, in die Jahre gekommene Passagierflugzeuge zur Weiternutzung in Frachter umzuwandeln, sei ein Alter von 15 bis 20 Jahren. Das werde für die A320 und A312 in nächster Zeit erreicht. Sperl: "Wir sind bereit, wenn das ,Umbau-Fenster' kommt."

Umgebaut werden die Flugzeuge zu "hervorragenden Arbeitstieren, die den Betreibern wertvolle und nützliche Dienste leisten werden", zeigte sich ST Aerospace-Chef Serh Ghee Lim überzeugt. Diese Umbauten werden nicht nur in Dresden, sondern auch an drei weiteren Standorten in den USA, China und Singapur, dem Mutterland von ST Aerospace erfolgen. Dadurch können Flugzeuge, die für einen Umbau vorgesehen sind, an die nächstgelegenen Produktionsstätte geleitet werden. Die Betreuung des gesamten Umrüstungsprojekts liegt in den Händen der Dresdner. "Hier gehen die Aufträge ein, von hier aus werden die Maschinen verteilt und hierher fließen auch die Gewinne, die wir erwarten", hatte EFW-Chef Sperl bereits in Paris beschrieben.

Langfristig, wenn die Umbauten beginnen, werde das auch "Effekte auf die Arbeitsplätze bei uns haben", sagte gestern EFW-Pressesprecher Christopher Profitlich gegenüber DNN. Der Betriebsrat der Elbe Flugzeugwerke war am Freitagnachmittag zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.06.2015

Bernd Hempelmann

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