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Elbe Flugzeugwerke: Egyptair ist erster Kunde fürs Dresdner A330-Projekt

Elbe Flugzeugwerke: Egyptair ist erster Kunde fürs Dresdner A330-Projekt

Bescherung zwei Wochen vor dem Fest: Die Elbe Flugzeugwerke (EFW) haben zwei umgerüstete A330-Frachter verkauft, obwohl es noch nicht mal einen Prototypen gibt.

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Quelle: Archiv

Mit Egyptair steht der erste Kunde für das Milliardenprojekt im Auftragsbuch der Dresdner Airbus-Tochter.

Die neue Strecke zur Umrüstung von A330-Passagier- zu Frachtfliegern soll den EFW auf Jahre hinaus Arbeit bringen. Doch sie ist teuer. Die Milliardeninvestition stemmen die Dresdner gemeinsam mit der in Singapur beheimateten ST Aerospace, einem der größten Wartungsunternehmen der Welt. Die Asiaten waren für ihre Planungsleistung vor zwei Jahren mit 35 Prozent bei den EFW eingestiegen.

Mitte 2013 war die A300-Umrüstung im Dresdner Norden ausgelaufen, Ende 2016 soll der Prototyp eines umgerüsteten A330-Frachters Kunden überzeugen, um 2017 in die "Serienproduktion" einsteigen zu können. Die Elbe Flugzeugwerke beginnen 2017 mit der Umrüstung von A330-300, ehe Mitte 2018 die A330-200P2F einbezogen wird.

"Mit Egyptair als Erstkunden des neuen A330-Umrüstprogramms haben wir in diesem sehr wichtigen Marktsegment einen für die Zukunft unseres Unternehmens bedeutenden Schritt getan", sagte EFW-Chef Andreas Sperl. Der Vertrag umfasse die Umrüstung von zwei Passagierflugzeugen, die derzeit im Besitz

von Egypt-air sind, plus zwei Optionen auf weitere Umrüstungen. Captain Basem, Vorsitzender von Egyptair Cargo, erklärte bei der Vertragsunterzeichnung am 8. Dezember: "Die neue moderne Flotte von A330-Umrüstfrachtern wird unsere Investitionen in neue Frachtanlagen in Kairo ergänzen."

Die Elbe Flugzeugwerke, die gut 1100 Leute in Lohn und Brot halten, haben in den

zurücklie- genden Jahren mehr als 190 Airbus-

Groß-

raum-

flugzeuge umgerüstet. Derzeit läuft noch ein kleines Nachtragsprojekt im Vorgängersegment: Für den chinesischen Logistikriesen Uni-Top bauen die Dresdner bis Anfang 2016 sieben A300-600 Flieger zu Frachtern um. Und schaffen so einen fast nahtlosen Übergang zur ersten A330-Umrüstung, sagte EFW-Sprecher Christopher Profitlich. Damit dürfte dann eine Durststrecke im Umrüstgeschäft erfolgreich überwunden sein, die entstanden war, weil 2011 ein Gemeinschaftsprojekt mit den Russen zur Umrüstung der A320-Airbusse gefloppt war.

Parallel zum Umbau von Passagiermaschinen in Frachter weitet die Airbustochter seit einigen Jahren erfolgreich die Bereiche Wartung, Reparatur und Instandsetzung aus. Erklärtes Ziel ist es, zur neuen europäischen Drehscheibe für die Airbus-Wartung aufzusteigen und sich so von den Schwankungen im Umrüstgeschäft unabhängiger zu machen. Vor zwei Jahren standen noch 50 000 Wartungsstunden in den Büchern - heute sind es fast zehnmal so viele.

Auf dem Weg zu neuem Wachstum helfen auch die drei A380 von Air France, deren Flügel die Dresdner im Auftrag der Konzernmutter noch bis Mitte März nächsten Jahres auf den neuesten Stand bringen. Denn Air France hat zusätzliche Servicedienstleistungen geordert, was die Elbe Flugzeugwerke auch als Anbieter von Wartungsleistungen für das größte Passagierflugzeug der Welt ins Spiel bringt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.12.2014

Barbara Stock

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