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Einzigartiger Hybridbus in Dresden im Testeinsatz

Testbetrieb Einzigartiger Hybridbus in Dresden im Testeinsatz

Die Dresdner Verkehrsbetriebe testen einen einzigartigen Hybridbus. Das Gelenkfahrzeug ist mit Batterien bestückt und soll so länger über viel Kraft verfügen.

Der neue Hybrid war bereits zwischen Gruna und Löbtau im Testeinsatz. Hier hält er am Fritz-Förster-Platz.
 

Quelle: Fraunhofer IVI

Dresden.  Auf der Route der Linie 61 zwischen Bühlau und Löbtau ist ab Montag ein Gelenkbus unterwegs, wie es ihn in Deutschland nur ein einziges Mal gibt. Der lange, grün und weiß lackierte Dreiachser kommt von der Firma Hess aus der Schweiz. Es ist ein Hybrid, also ein Fahrzeug, das einen Elektromotor und einen Dieselmotor hat. Solche Busse fahren schon seit Jahren in Dresden, doch der Neue ist besonders. Statt starker Kondensatoren auf dem Dach für die Speicherung elektrischer Energie verfügt er über Batterien. Er kann nicht nur vom Dieselmotor geladen werden, sondern auch per Stromabnehmer. Und es ist Computertechnik eingebaut, die den Energieverbrauch und die Batterieladung stets überwacht und optimiert – in Abhängigkeit von der Fahrstrecke und den Einsatzzeiten.

„Der geht ganz gut“, hat Robert Roch, Chef der Kfz-Sparte bei den DVB, von seinen Fahrern gehört. Sind die Speicherkapazitäten der Kondensatorbusse leer, „dann ziehen die keinen Hering mehr vom Teller“, so der Kapitän der Busflotte aus Gruna. „Dieses Performancetief hat der neue Bus nicht.“ Das bedeutet, in den Batterien kann der Strom länger gespeichert und so auch gleichmäßiger abgegeben werden. Der Stromabnehmer, der unter Regie der Verantwortlichen vom Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI) montiert wurde, ist ein weiterer Vorteil. So können die Akkus auch geladen werden, auch wenn der Dieselmotor nicht läuft. „Das Testfahrzeug kann bis zu 15 Kilometer rein elektrisch zurücklegen, danach schaltet sich der Dieselantrieb zu“, so die Verkehrsbetriebe und Fraunhofer IVI. Dafür ist er nach Angaben der Verantwortlichen besonders dort eine Alternative, wo Buslinien „durch städtebaulich sensible Bereiche führen“, also wo zum Beispiel Ruhe besonders wichtig ist. Krankenhäuser können solch ein Areal sein.

Der Neue soll noch bis Ende Juni getestet werden. Werktags fährt er bis zu vier Mal täglich zwischen Bühlau und Löbtau, nachdem er zunächst zwischen Gruna und Löbtau getestet wurde. Das war die Pilotphase, jetzt muss der Hybrid sein Können unter anderem auch auf der Grundstraße unter Beweis stellen. Der Gelenkbus ersetzt allerdings kein Linienfahrzeug, er ist zusätzlich unterwegs. Das heißt, er trifft an einer Haltestelle unter Umständen auch direkt zusammen mit einem Linienbus ein. Das ist kein Problem für den Testbetrieb, solange auch immer ein paar Fahrgäste in das Hybridfahrzeug einsteigen. Schließlich geht es darum, das Energie- und Leistungsmanagement auf verschiedenen Strecken und mit unterschiedlichen Fahrgastzahlen zu testen.

Bewährt sich der Neue, also läuft er stabil, wie Bus-Chef Roch sagt, dann soll er künftig in Dresden bleiben. In diesem Fall streben die Verkehrsbetriebe nach den Testwochen eine Dauerzulassung als Linienfahrzeug an. „Dann werden wir ihn in den Linienverkehr reingeben“, kündigt der Leiter des Kfz-Centers bei den Verkehrsbetrieben an.

Von Christoph Springer

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