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Einzigartig: Dresdner Firma Sunfire revolutioniert Kraftstoff-Herstellung

Einzigartig: Dresdner Firma Sunfire revolutioniert Kraftstoff-Herstellung

In Dresden ist eine millionenschwere Pilotanlage für die Erzeugung von Ökosprit in Betrieb genommen worden. Damit will das Unternehmen Sunfire künftig aus Wasser und Kohlendioxid mit Hilfe von Ökostrom flüssige Kraftstoffe herstellen.

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Der CEO der Sunfire GmbH in Dresden, Carl Berninghausen, zeigt eine Flasche synthetisch hergestellten Kraftstoff.

Quelle: Arno Burgidpa

„Das Verfahren macht uns unabhängiger vom Erdöl, senkt den CO2-Ausstoß und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, erklärte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) am Freitag. Die weltweit erste Anlage ihrer Art sei ein wichtiger Schritt Richtung Unabhängigkeit von fossilen Kraftstoffen, so Wanka.

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Mit einer millionenschweren Pilotanlage will das Dresdner Unternehmen Sunfire künftig aus Wasser und Kohlendioxid einen Erdöl-Ersatz herstellen.

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Der Bund fördert das Projekt, an dem auch Forschungsinstitute beteiligt sind, mit rund 6,4 Millionen Euro. Weitere vier Millionen Euro kommen aus der Industrie. Mit dem sogenannten Power-to-Liquid-Verfahren will Sunfire Benzin, Diesel oder Kerosin synthetisch herstellen. Kernstück ist die Hochtemperatur-Elektrolyse, mit deren Hilfe Wasser und Kohlendioxid zu flüssigen Kraftstoffen umgewandelt werden. Die dafür benötigte elektrische Energie stammt aus erneuerbaren Quellen. Nach Unternehmensangaben können pro Tonne Kraftstoff etwa 3,2 Tonnen Kohlendioxid verbraucht werden.

Wanka sprach von einer Entwicklung, die Geschichte schreiben könne. „Aus dem Klimaklimakiller CO2 wird damit ein Rohstoff“, so die Ministerin. Ein weiterer Vorteil sei zudem, dass die bestehende Infrastruktur wie Tankstellen, Leitungen und Motoren unverändert genutzt werden könne

Das 2010 gegründete Unternehmen Sunfire tüftelt seit Jahren an dem Verfahren, im Juli 2013 wurde mit dem Bau der Pilotanlage begonnen. „Das Prinzip ist bekannt. Wir haben die Prozesse neu angeordnet und effizienter gemacht“, erklärte der Mitbegründer und technische Geschäftsführer, Christian von Olshausen. So enthalte der Kraftstoff noch 70 Prozent der eingesetzten Energie und habe damit einen höheren Wirkungsgrad als vergleichbare Stoffe. Nachdem am Freitag erstmals Kohlendioxid eingeleitet wurde, soll die Anlage in den nächsten Monaten komplett betriebsbereit sein. „Dann wollen wir zunächst ein Fass Kraftstoff pro Tag produzieren, das entspricht 159 Litern“, sagte von Olshausen. Ziel der Firma ist es, im Jahr 2016 mit der industriellen Vermarktung des Ökosprits zu beginnen. Zuvor soll der Kraftstoff in Industrie und Luftfahrt getestet werden. Nach aktuellen Prognosen könnte ein Liter synthetischer Kraftstoff zwischen einem Euro und 1,30 Euro kosten.

Sunfire beschäftigt derzeit rund 70 Mitarbeiter in Dresden. Das Unternehmen geht von einem Umsatz von mehr als vier Millionen Euro für 2014 aus.

dpa

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