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Einzelhandel: Umland verliert und Dresden gewinnt

Lehrlingszahlen alarmierend Einzelhandel: Umland verliert und Dresden gewinnt

Die Industrie- und Handelskammer Dresden hat am Mittwoch ihren neuen Handelsatlas vorgestellt. Auffällig ist der Rückgang der Verkaufsflächen im IHK-Bezirk Dresden um 2,1 Prozent auf rund 2.570 000 Quadratmeter seit der letzten Erhebung im Jahr 2010.

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Hatten die Dresdner im Jahr 2010 im Schnitt 5058 Euro für Einkäufe im Portemonnaie, lag dieser Wert 2014 bei 5899 Euro und ist somit um 16,6 Prozent gestiegen.

Quelle: dpa

Dresden. Die Industrie- und Handelskammer Dresden hat am Mittwoch ihren neuen Handelsatlas vorgestellt. Aller vier Jahre werden von einem externen Unternehmen die Daten der rund 12.000 Einzelhandelsgeschäfte in Dresden und den umliegenden Landkreisen ermittelt und im Handelsatlas zusammengefasst. Die neuesten Erhebungen zeigen verschiedenste Trends und die Struktur des hiesigen Einzelhandels auf.

Auffällig ist der Rückgang der Verkaufsflächen im IHK-Bezirk Dresden um 2,1 Prozent auf rund 2.570 000 Quadratmeter seit der letzten Erhebung im Jahr 2010. Während Dresden mit 5,3 Prozent und der Landkreis Görlitz mit 0,4 Prozent Zuwächse verzeichnen, schrumpften die Einzelhandelsflächen in den Landkreisen Meißen (-5,3 Prozent), Bautzen (-8,2 Prozent) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (-10,2 Prozent). Der Rückgang im Dresdner Umland sei damit zu erklären, dass viele Bewohner der Landkreise zunehmend in den großen Dresdner Zentren einkaufen und hier auch die Bevölkerung abnimmt, so IHK-Sprecher Lars Fiehler.

Dieser Entwicklung entgegen wirkt die gestiegene Kaufkraft. Hatten die Dresdner im Jahr 2010 im Schnitt 5058 Euro für Einkäufe im Portemonnaie, lag dieser Wert 2014 bei 5899 Euro und ist somit um 16,6 Prozent gestiegen. Im Umland fand diese Steigerung auf einem 200 bis 400 Euro niedrigerem Niveau ebenfalls statt. Die Kaufkraft im Gesamten IHK-Bezirk liegt mit 5706 Euro leicht über dem sächsischen Durchschnitt und erreicht 91,4 Prozent des ebenfalls gestiegenen Bundesdurchschnittes von 6246 Euro. "Die gestiegene Kaufkraft ist eine direkte Folge der verbesserten konjukturellen Lage und der relativ geringen Arbeitslosigkeit", sagte Fiehler.

Eindeutig nachvollziehen lässt sich das Sterben kleiner Geschäfte im Lebensmitteleinzelhandel zugunsten der großen Unternehmen mit viel Verkaufsfläche. Die Zahl der Geschäfte im Kammerbezirk mit weniger als 100 Quadratmeter sank seit 2010 von 3547 auf 3010 während die Zahl der Supermärkte von 144 auf 206 um mehr als ein Drittel anstieg. Dies gilt allerdings nicht für günstige Discounter, deren Zahl im Betrachtungszeitraum von 419 auf 408 leicht sank. Die Zahl der Gründungen im Einzelhandel insgesamt liegt mit 2609 unter den 2896 Gewerbeabmeldungen, die im vergangenen Jahr verzeichnet wurden.

Alarmierend für den Einzelhandel ist die Anzahl der Lehrlinge im Kammerbezirk, die seit Jahren massiv einbricht. Nur noch 11.293 Personen machten im Jahr 2014 eine Ausbildung in entsprechenden Betrieben. 2009 waren es 17 566 und 2000 sogar 22 639 Auszubildende. "Es gibt immer weniger junge Menschen und die finden heute viel eher in anderen Bereichen ihren Traumjob", erklärt Fiehler den eklatanten Rückgang.

Hauke Heuer

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