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Eine ganz besondere Wohngemeinschaft an der Kesselsdorfer Straße entsteht

Integratives Wohnprojekt in Dresden Eine ganz besondere Wohngemeinschaft an der Kesselsdorfer Straße entsteht

Zehn Menschen sollen ab 1. Juni 2017 in einer ganz besonderen Wohngemeinschaft auf der Kesselsdorfer Straße 109 leben: Sechs Menschen mit Behinderung und vier Menschen ohne. Für das Wohnprojekt wurde der Verein Cerebrio gegründet, der von der Lebenshilfe Dresden unterstützt wird.

Baustart an der Kesselsdorfer Straße: Bis Ende Mai 2017 entsteht hier ein Neubau.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Die obere Kesselsdorfer Straße, die am Neubaugebiet Gorbitz vorbeiführt, war viele Jahre von der positiven Entwicklung der Stadt abgeschnitten. Die Altbauten an der – in stadtauswärtiger Richtung – linken Seite waren dem Verfall preisgegeben. Das hat sich längst gewandelt: Baugerüste und Bagger sind zu sehen, schon mehrere Wohnhäuser erstrahlten in neuem Glanz und sind bis auf die letzte Wohnung vermietet.

„Die Kesselsdorfer Straße ist doch keine Hauptverkehrsstraße mehr. Und von der Rückfront blicke ich ins Grüne hinaus“, erklärt Uta Hegewald, warum sie sich für die Kesselsdorfer Straße entschieden hat. Die Geschäftsführerin eines Pflegedienstes investiert rund 2,5 Millionen Euro in einen Neubau an der Kesselsdorfer Straße 109, in den sie selbst einziehen wird und der doch mehr sein soll als ein normales Wohnhaus.

„Ich bin von einigen Eltern von behinderten Menschen angesprochen worden“, erklärt Hegewald den Anstoß für ihr Projekt. Die Eltern würden ihre Kinder zu Hause betreuen, aber eben älter werden und sich Sorgen machen. „Die betreuten Menschen im Alter von 30 bis 35 Jahren sollen nicht aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen werden. Da wurde die Idee einer integrativen Wohngruppe geboren“, so die Geschäftsfrau.

Zehn Menschen sollen ab 1. Juni 2017 in einer ganz besonderen Wohngemeinschaft auf der Kesselsdorfer Straße 109 leben: Sechs Menschen mit Behinderung und vier Menschen ohne. Acht Bewohner stehen laut Hegewald bereits fest, zwei werden noch gesucht: „Ob es nun ein Student ist oder ein rüstiger Rentner, werden wir sehen“, so Hegewald. Die Bewohner können ein oder zwei Räume sowie Küche, Bad und Gemeinschaftsräume nutzen. Die Behinderten werden tagsüber von Sozialassistenten betreut oder arbeiten in Werkstätten.

Für das Wohnprojekt wurde der Verein Cerebrio gegründet, der von der Lebenshilfe Dresden unterstützt wird. Errichtet wird der Neubau von der 2CM Immobilienkonzepte GmbH, die bereits das Nachbargebäude Kesselsdorfer Straße 107 erworben hat und gerade saniert. „Neun von elf Wohnungen sind vergeben“, sagt Geschäftsführer Mathias Oldenburg und verweist auf den fantastischen Ausblick, den die Wohnungseigentümer auf die Stadt haben.

Mit dem integrativen Wohnprojekt verwirklicht Oldenburg einen Traum: „Wir wollten etwas für die Stadtentwicklung tun und einen Neubau errichten, der sich in die vorhandene Bebauung einfügt.“ Eine Klinkerfassade wird die „Kess 109“ erhalten und eine Tiefgarage, damit Autos nicht den schönen Hinterhof zustellen. Die Bauzeit werde wesentlich kürzer, als es Grunderwerb und Planung waren: „Wir hatten die Baulücke seit Juli 2014 im Fokus, konnten aber erst im November 2015 kaufen. Und als wir das Gebäude geplant hatten, kam die Idee des integrativen Wohnkonzepts. Wir haben alles umgeplant“, sagt der Geschäftsführer und bekräftigt: „Das haben wir gerne getan.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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