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"Eine Stadt zum Leben" - Verein sucht Paten für Neu-Dresdner

"Eine Stadt zum Leben" - Verein sucht Paten für Neu-Dresdner

Trotz Exzellenz-Uni, Spitzenstandort für Mikro- und Nanotechnologie und angesehener wissenschaftlicher Einrichtungen haben ausländische Spitzenkräfte ein ambivalentes Gefühl, wenn sie in die sächsische Landeshauptstadt für Arbeit und Forschung eingeladen werden.

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Sybille Hoffmann-Wieland (l.) und Elisabeth Ehninger vom Verein "Dresden - Place to be" wollen Neubürger auf sehr persönliche Art willkommen heißen.

Quelle: Carola Fritzsche

Kein Wunder, gerät Dresden doch jedes Jahr im Februar durch Rechtsradikale aus der ganzen Bundesrepublik - die den 13. Februar missbrauchen - in die Schlagzeilen.

Dieses schiefe Bild der Stadt will ein neugegründeter Dresdner Verein geraderücken. Er trägt den Namen "Dresden - Place to be", was sich auf Deutsch mit "Dresden - eine Stadt zum Leben" übersetzen lässt, und heißt Neubürger auf sehr persönliche Art willkommen. "Wir vermitteln Patenschaften zwischen Dresdnern und Neuankömmlingen", erklärt die Vereinsvorsitzende Elisabeth Ehninger. Im Fokus stehen Unternehmen mit internationaler Belegschaft wie das Uniklinikum, die Max-Planck-Institute, Globalfoundries, die Fraunhofer-Institute und das Helmholtzzentrum. Aber auch kleine Firmen mit nur einem oder zwei ausländischen Fachkräften sollen nicht ausgenommen sein.

Um ihnen den Aufenthalt in Deutschland zu erleichtern, sollen möglichst viele Dresdner internationale Gäste als "Patenkinder" unter ihre Fittiche nehmen. Die Art und Intensität der Beziehung können dabei völlig frei gestaltet werden, betont Elisabeth Ehninger. Denkbar wäre mal eine Einladung zum Essen nach Hause, eine Stadtführung, ein gemeinsamer Ausflug am Wochenende oder einfach Gespräche über ganz profane Alltagsprobleme.

"Die Leute sollen nach ihrem Aufenthalt hier sagen können: Es war eine Zeit, die uns Spaß gemacht hat und wir haben nette Dresdner kennen gelernt", erklärt Sybille Hoffmann-Wieland, die sich ehrenamtlich um die Vereinsgeschäfte kümmert. Ohne dass der Verein große Werbung für seine Idee machen musste, haben sich bei ihr bereits 30 Dresdner Paten angemeldet. "Ich treffe mich mit ihnen zunächst, um von ihnen und ihrem Umfeld zu erfahren, wo ihre Interessen liegen und welche Fremdsprache sie beherrschen", sagt Hoffmann-Wieland. So könne sie die Patenschaften passgenauer gestalten. Zwölf Bekanntschaften konnten schon geschlossen werden, unter anderem haben jetzt eine italienische, eine libanesische, eine japanische und zwei pakistanische Familien Zugang zur Dresdner Lebenskultur bekommen.

Der Verein "Place to be" möchte mit seiner Unterstützung für Neu-Dresdner dort ansetzen, wo kulturelle Unterschiede zu Verwicklungen und Irritationen führen können. Mit den Patenschaften will der Verein dazu beitragen, dass Experten zahlreich aus aller Welt nach Dresden kommen, hier Wurzeln schlagen, ob nun temporär oder im besten Falle für immer.

www.dresden-place-to-be.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.08.2014

Madeleine Arndt

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