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Eine Großbaustelle im Plan: Konzertsaal im Kulturpalast Dresden nimmt Gestalt an

Eine Großbaustelle im Plan: Konzertsaal im Kulturpalast Dresden nimmt Gestalt an

Feiner Staub schwebt durch die Luft und knirscht zwischen den Zähnen, der Lärm von Hämmern und Trennschleifern verschluckt die Worte des Nebenmannes.

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"Weinbergförmig" soll der "Kulti"-Konzertsaal werden. Derzeit errichten die Bauarbeiter die ersten Zuschauerränge.

Quelle: Tanja Tröger

Die Bauarbeiten im Dresdner Kulturpalast gehen voran, und zwar planmäßig. Sowohl zeitlich als auch finanziell liegt die Baustelle im Rahmen, freute sich am Freitag Axel Walther, der Geschäftsführer der Kommunalen Immobilien Dresden (KID). „In den verbleibenden zwei Jahren kann zwar noch viel passieren, aber momentan sieht es so aus, dass wir den Bau planmäßig fertigstellen werden.“ Bis Frühjahr 2017 soll der Umbau abgeschlossen sein. Etwa 87,5 Millionen Euro werden dann in das Kulturzentrum mit Konzertsaal, Kabarett „Herkuleskeule“ und Hauptbibliothek geflossen sein.

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Einblicke in die Kulturpalast-Baustelle.

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Im gesamten Haus laufen die Ausbauarbeiten: Im künftigen Konzertsaal entstehen die ersten Ränge, langsam werden die Konturen des Raumes erkennbar. Für den 29. Mai planen die Bauleute das Richtfest im großen Saal.

Im Keller wartet der rohbaufertige Saal der Herkuleskeule auf seinen Innenausbau. Wie genau er gestaltet werden soll, besprechen die Kabarettisten gerade mit den Architekten. Die Bühne wird an der schmalen Stirnseite des Raumes errichtet, und wahrscheinlich werden die 200 Zuschauer wie bisher an kleinen Tischen sitzen oder wenigstens eine Abstellmöglichkeit für ihr Getränk bekommen.

Auch mit den Städtischen Bibliotheken planen die Architekten Ausstattung und Beleuchtung: Wo sollen die Schließfächer stehen, wo soll das Leihsystem eingerichtet werden? Im gesamten „Kulti“ werden in den nächsten Monaten Trockenbau, Sanitäreinrichtungen und Aufzüge installiert, Leitungen für Strom, Heizung und Klimaanlagen gezogen. Auch die Bühnentechnik wird vorbereitet. Für das Foyer, über das die Besucher in alle drei Bereiche des Gebäudes gelangen, werden derzeit Möbel und Farben ausgewählt.

Insgesamt 85 Prozent aller Aufträge sind mittlerweile ausgeschrieben oder beauftragt, so KID-Projektleiter Thomas Puls. Für den Ausbau des Konzertsaales werden gerade die Angebote zweier Firmen geprüft. „Das ist eine schwierige Aufgabe, deshalb haben sich nicht viele Unternehmen beworben“, erläutert Puls.

Die 92-Prozent-Orgel – Geldsegen für den Philharmonie-Förderverein

In den neuen Saal soll auch eine Konzertorgel eingebaut werden, die die Firma Eule aus Bautzen fertigt. Reichlich vier Monate werden die Orgelbauer brauchen, um alle Bauteile vor Ort zusammenzufügen und das riesige Instrument zu stimmen. Die Orgel wird rund 15 Meter breit, acht Meter hoch und soll etwa 4000 Pfeifen haben.

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Symbolische Orgelpfeife von der Ostsächsischen Sparkasse: Eine Spende von 71.000 Euro übergab Vorstandsvorsitzender Joachim Hoof an Lutz Kittelmann, den Chef des Fördervereins der Philharmonie.

Quelle: Tanja Tröger

Für die 1,3 Millionen Euro teure Orgel hat der Vorstandsvorsitzende der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, Joachim Hoof, am Freitag eine Spende von 71.000 Euro an Lutz Kittelmann, Vorsitzende des Fördervereins, übergeben. Exakt 71 Stuhlpatenschaften für die vordersten zwei Parkett-Reihen hat die Sparkasse erworben.

Nun fehlen noch 100.000 Euro bis zur vollständigen Finanzierung. Das Geld sollen zwei Benefizkonzerte am 8. Mai und 20. September einspielen. Insgesamt 900.000 Euro hat der Förderverein seit Mitte 2012 gesammelt. 300.000 Euro steuert die Stadt Dresden für die Orgel bei.

Auch Chefdirigent Michael Sanderling freut sich auf die „Königin der Instrumente“: „Mit einer Konzertorgel können wir einen wichtigen Repertoireanteil, vor allem aus der Romantik, abdecken und authentisch wiedergeben. Das ist eine Repertoireerweiterung, für die wir sehr dankbar sind.“

ttr

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