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Eine Frau für die Frauenkirche - Amtseinführung der ersten Pfarrerin

Nicht nur ein Zeichen von Gleichberechtigung Eine Frau für die Frauenkirche - Amtseinführung der ersten Pfarrerin

Die Frauenkirche in Dresden macht ihrem Namen alle Ehre. Erstmals gibt es eine Pfarrerin an dem weltberühmten Gotteshaus. Der Beginn ihrer Amtszeit wird gefeiert - nicht nur deshalb.

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Die künftige Dresdner Frauenkirchen-Pfarrerin, Angelika Behnke

Quelle: dpa

Dresden. Gemischtes Doppel an prominenter Stelle: Mit Angelika Behnke beginnt am ersten Advent eine neue Ära an der Frauenkirche in Dresden. Die aus Brandenburg stammende Theologin wird am Sonntag (27. November) als erste Pfarrerin in der Geschichte des Gotteshauses ins Amt eingeführt. Die 43-Jährige wirkt künftig neben Pfarrer Sebastian Feydt in der im Zweiten Weltkrieg zerstörten und später wieder aufgebauten spätbarocken Kirche, die ein Symbol für Frieden und Versöhnung ist. Behnke war im Juni aus einem Dutzend Bewerbungen als Nachfolgerin für Holger Treutmann benannt worden, der seit Februar Rundfunkbeauftragter der Landeskirche beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) ist.

„Ich freue mich auf sie“, sagte Feydt. Angelika Behnke sei nicht nur als ausgewiesene Predigerin und Seelsorgerin mit ihren Erfahrungen in der Friedensarbeit und Erwachsenenpädagogik eine Bereicherung. Mit ihr könne in der Frauenkirche künftig das Evangelium differenzierter verkündet werden. „Wir sprechen unterschiedliche Menschen an, haben eine verschiedene Herangehensweise, das göttliche Geheimnis zu entschlüsseln.“ Und die Gemeinde sei immer stärker weiblich. Die Berufung einer Frau sei nicht nur ein Zeichen von Gleichberechtigung. „Sie bietet die große Chance, hier die eine oder die andere Stimme zu hören.“

Behnke will mit den richtigen Worten Menschen für den christlichen Glauben begeistern, wie sie im Vorfeld sagte. Die Suche nach Sprache und Ausdruckformen für Glaube sei ihr ein Roter Faden. „Mir ist wichtig zu sagen, was mir der Glaube gibt.“ So könne eventuell auch Menschen wieder ein Zugang zum Glauben eröffnet werden, denen dieser fremd geworden sei. Die Ausschreibung war wie gemacht für die in Wriezen geborene Theologin, die zuletzt ein Projekt der Erwachsenenpädagogik der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz in Potsdam leitete.

Die künftigen Aufgaben entsprechen ihrer Spezialisierung und Vorlieben: Gottesdienst feiern, predigen, mit dem Bibeltext ringen, Gedanken an Andere weitergeben, wie sie bekannte. Und Behnke, die Single ist und Urlaub am Meer liebt, singt gern und auch seit Jahren im Chor. Für sie bietet die Frauenkirche als Versöhnungsort auch die Chance, das Evangelium nicht konfessionell gebundenen Menschen verständlich zu machen - und sie hofft, dass „vielleicht der Funke überspringt“.

Von Simona Block, dpa

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