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Ein „Spielzeug“ für Maschinenbauer – TU Dresden erhält Kraftwerkssimulator

Ein „Spielzeug“ für Maschinenbauer – TU Dresden erhält Kraftwerkssimulator

Den Maschinenbaustudenten der TU Dresden steht ab dem Wintersemester ein neues „Spielzeug“ zur Verfügung. Für die Ausbildung im Bereich der Energietechnik kann die TU Dresden künftig einen Kraftwerkssimulator nutzen.

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TU-Student Paul Foth gehört zuu den ersten, die die Anlage testen dürfen.

Quelle: Stephan Lohse

Das Gerät bildet den vollständigen Betrieb eines Gas-und-Dampf-Kombikraftwerkes ab und soll die Ausbildung im Fachbereich praxisnäher gestalten.

Die von Siemens gesponserte Anlage ist laut Unternehmen einer von nur vier Simulatoren dieser Art in Deutschland. Zu den Kosten wollten sich weder die TU noch Siemens äußern. Fest steht nur: Ganz billig dürfte der Simulator nicht gewesen sein. „Es ist keine Alltagsleistung“ bewertet Michael Beckmann, Professor für Energieverfahrenstechnik, das neue „Spielzeug“ der Maschinenbauer. Es sei eine „Qualitätsauszeichnung“ für die TU, so Siemens-Ingenieur Detlef Haje.

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Neben den TU-Studenten sollen auch Studierende der TU Freiberg und der FH Zittau hier arbeiten dürfen.

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Die Studenten können mit dem Simulator den kompletten Betrieb eines Kraftwerks durchspielen. Der Typ des Gas-und-Dampf-Kombikraftwerkes sei dabei nicht zufällig ausgewählt worden. Dieser habe einen besonders hohen Wirkungsgrad und sei im aktuellen Energiemix besonders wichtig, so Wissenschaftler Beckmann. Eine Anlage dieses Types steht auch in Dresden: das Drewag-Kraftwerk an der Nossener Brücke.

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Die Studenten können an den, einem echten Kraftwerk nachempfundenen, Arbeitsplätzen im Merkel-Bau der TU künftig verschiedene Theorien und Funktionseisen erproben. So geht es darum, theoretische Rechnungen praxisnah zu überprüfen. Im Bereich der Energiemechanik soll die Anlage zudem dazu dienen, die Funktionsweise der Kraftwerksbestandteile zu erproben. Wie fährt man die Anlage an, wie verhält sich Leitung A, wenn Turbine X ausfällt und vieles mehr, loben die beteiligten Professoren. Das sei auch eine Motivation für das harte theoretische Grundlagenstudium, hofft Beckmann.

Geplant ist, dass möglichst alle 40 bis 50 Studenten eines Jahrgangs der Energietechnik in Form von Praktika am Simulator arbeiten können. Weiterhin sind Kooperationen mit der TU Freiberg und der FH Zittau geplant. „Als Ingenieur kommt man nicht mehr von dem Ding weg“, meint Siemens-Mitarbeiter Detlef Haje. Die ersten Studenten, die jetzt seit drei Wochen die neue Technik ausprobieren, berichten jedenfalls von der hohen Komplexität. Es gebe „unglaublich viele Einzelsysteme“, so Paul Foth, der im sechsten Semester Maschinenbau studiert. Eins haben die Studierenden auch schon ausprobiert: wie man ein Kraftwerk dieser Art zum simulierten Crash bringt.

sl

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