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Ein Schandfleck im modernen Dresdner Stadtzentrum - Sanierung nicht in Sicht

Ein Schandfleck im modernen Dresdner Stadtzentrum - Sanierung nicht in Sicht

Der Putz bröckelt, die Wände sind beschmiert und die Toiletten in üblem Zustand. Mitten im Stadtzentrum empfangen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) ihre Kunden in diesem Ambiente.

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So heruntergekommen ist der Betonbau am Dr. Külz-Ring.

Quelle: Hauke Heuer

Die Haltestelle Prager Straße, gleich gegenüber Karstadt, erinnert auf der Nordseite an DDR-Zeiten. Wann der langgezogene Betonbau entstanden ist, konnte die Stadtverwaltung nicht sagen. Sicher ist aber: Schon vor neun Jahren, als die Verkehrsbetriebe die Haltestelle von Grund auf erneuerten, waren auch Arbeiten an dem alten Wartehäuschen im Gespräch. Bis heute ist daraus nichts geworden und auch aktuell ist keine Verbesserung geplant. „Gegenwärtig sind dafür im Haushalt keine Mittel eingestellt worden“, teilte die Stadt, der der Betonbau gehört, auf DNN-Anfrage mit.

Die Bruchbude bleibt den Dresdner also unbefristet erhalten. Trotz Klagen über deren Zustand und obwohl die Situation auch den DVB-Verantwortlichen nicht gefällt. Schließlich glänzt die gegenüberliegende Seite der Haltestelle mit einem modernen Bau inklusive Servicepavillon. Im November 2006 wurde die Fahrkartenverkaufsstelle samt Information eröffnet. Damals beseitigten die Verkehrsbetriebe Schäden des Hochwassers vom August 2002, auch die alten Straßenbahngleise wurden ersetzt. Die Haltestelle wurde behindertengerecht ausgebaut und eine Erdwärmeheizung montiert. Auch die Glasüberdachung auf der Südseite samt elektronischen Anzeigen entstand 2006.

Nur auf der Nordseite der Haltestelle hat sich nichts getan, sieht man von der Bahnsteigkante und der Anzeigetafel ab. Dort war ursprünglich ebenfalls ein Glasdach geplant. „Hier muss erst geprüft werden, wie sich das vorhandene Kioskgebäude als Aufhängung eignet“, teilten die DVB 2006 mit.

Getan hat sich seitdem nichts. Zwar entstand eine „neue“ Eisbude, doch die Fahrgäste stehen noch immer unter dem alten Betondach, wenn sie auf Bahn bzw. Bus warten. Und die Herrentoilette ist mittlerweile dicht. Sie war nicht mehr zumutbar. „Die gesamte Toilettenanlage befindet sich durch eindringende Feuchtigkeit und Verschleiß in einem schlechten baulichen Zustand“, umschrieb die Stadt die erbärmliche Situation des Baus. Eine umfassende Sanierung oder ein Neubau seien nicht zum umgehen, so das Rathaus weiter. Bleibt es bei den unterirdischen Toiletten, müsste dafür auch der Haltestellenbereich aufgerissen werden, der jetzt von Bussen und Bahnen genutzt wird. Doch wie gesagt, für ein solches Projekt gibt‘s grad kein Geld.

Christoph Springer

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