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Ein Leben für Karstadt - Geschäftsführer Wolfgang Wirz geht in Rente

Ein Leben für Karstadt - Geschäftsführer Wolfgang Wirz geht in Rente

Bevor ich nach Dresden kam, hatte ich schon einige Zeit die Karstadt-Filiale in Hamburg-Wandsbek geleitet. Dabei war ich nicht ganz unerfolgreich, weshalb man mir die Übernahme der Geschäftsführung in Dresden angeboten hat.

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Gestenreich und engagiert: Dresdens Karstadt-Chef Wolfgang Wirz hat sich immer für die Stärkung der Dresdner Innenstadt eingesetzt und dabei auch Konflikte mit der Politik im Zuge der Erweiterung des Elbe-Parks nicht gescheut.

Quelle: Andor Schlegel

Frage : Wie kam es dazu, dass Sie 1997 die Geschäftsführung der Dresdner Karstadtfiliale übernommen haben?

Da ich mit 50 Jahren auch noch in einem Alter war, wo man eine größere Aufgabe übernehmen kann, habe ich zugesagt. Ich war froh und glücklich, ein so neues Haus, das größer als meine vorherige Filiale war, übernehmen zu dürfen.

Welche Erfahrungen haben Sie in Ihrer Anfangszeit gemacht?

Ich habe damals erfahren, dass dieses Haus einen großen Stellenwert für die Dresdner hat. Das war nicht vergleichbar mit dem, was ich vorher an anderen Standorten kennengelernt hatte. Karstadt war die erste Großfirma im Einzelhandel, die im Zuge der Übernahme des Centrum-Warenhauses nach Dresden gekommen ist. Deshalb hatten wir hier immer einen sehr positiven Ruf.

Sind Sie mit der Entwicklung im Dresdner Einzelhandel in den vergangenen 15 Jahren zufrieden?

Von Anfang an habe ich Wert darauf gelegt, dass die Innenstadt weiter ausgebaut wird und auch in punkto Einzelhandel noch attraktiver wird. Aus diesem Grund haben wir uns auch nie gegen größere Ansiedlungen in der Innenstadt gewehrt. Allerdings waren wir sehr wohl gegen Einkaufsmärkte an der Peripherie, die ein innenstadtrelevantes Sortiment anbieten. So hatte der Elbepark zum Beispiel durchaus seine Berechtigung als Fachmarktcenter, aber nicht darüber hinaus. Wir haben uns deshalb gegen den Ausbau des Elbeparks gewehrt und die Stadt wiederholt darauf hingewiesen, dass sie eine derartige Entwicklung in ihrem Stadtentwicklungsplan ausgeschlossen hatte.

Ist das Angebot in der Innenstadt heute ausreichend?

Als ich in den 1990er Jahren nach Dresden kam, hatte die Innenstadt nur einen Anteil von 16 Prozent an den Verkaufsflächen in der Stadt. Vergleichbare Städte kamen auf 25 Prozent. Mittlerweile haben wir dieses Niveau aber erreicht, so dass ein ausreichender Wert erreicht ist.

Haben sich die Ansprüche der Kunden im Laufe der Jahre verändert?

Das kann man sagen. In Dresden ist das Angebot auf dem Markt insgesamt sehr stark auf dem unteren bis mittleren Level angesiedelt. Wenn man nach Qualität sucht, wird die Anbieterschar schon geringer. Wir haben jedoch gemerkt, dass unsere Kunden zunehmend nach Markenware gefragt haben. Diesem Wunsch sind wir nachgekommen und sind deshalb erfolgreich.

Wir sind heilfroh, dass wir diese schwierige Phase gut überstanden haben. Das ist auch der Grund, warum ich jetzt beruhigt meinen neuen Lebensabschnitt beginnen kann.

Welche Pläne haben sie für ihren Ruhestand?

Ich werde viel Sport treiben, viel lesen und deutlich mehr reisen als in der Vergangenheit. Froh bin ich vor allem darüber, dass ich endlich frei über meine Zeit entscheiden kann.

Mit einer kurzen Unterbrechung ist Wolfgang Wirz seit 1997 Geschäftsführer der Dresdner Karstadt-Filiale. Am 16. März hat er nach 43 Jahren im Dienste des Essener Warenhauskonzerns seinen letzten Arbeitstag. DNN-Mitarbeiter Stephan Hönigschmid traf den 65-Jährigen zum Interview und blickte mit ihm auf seine Zeit an der Spitze des Dresdner Kaufhauses zurück. Im Gespräch erzählt Wirz, wie sich der Einzelhandel in Dresden seit den 1990er Jahren verändert hat und wie er sich nach einem langen Arbeitsleben seinen Ruhestand vorstellt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.03.2012

Dennoch musste Karstadt 2009 Insolvenz anmelden. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?

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