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Ein Jahr nach dem letzten Hochwasser in Dresden - Millioneninvestitionen haben sich rentiert

Ein Jahr nach dem letzten Hochwasser in Dresden - Millioneninvestitionen haben sich rentiert

3,77 Meter. Das hat die Pegel-Leuchtschrift auf dem Theaterkahn heute vor einem Jahr angezeigt. Die Hochwasser-Alarmstufe 1 war damit noch nicht erreicht, sie liegt bei vier Metern.

Dennoch markiert dieser Wasserstand den Anfang eines Hochwassers, das Erinnerungen an 2002 weckte und der damals zugleich sichtbar machte, ob und wie der in den Jahren zuvor gebaute Flutschutz funktioniert. Das Ergebnis: weitgehend gut. Die Innenstadt blieb trocken dank der neuen Flutschutzwand am Landtag, den Hochwassertoren nahe dem Kongresszentrum und am Italienischen Dörfchen und den Alubalken-Verschlüssen der Torbögen unterhalb der Brühlschen Terrasse. Etwa 130 Millionen Euro hatte die Stadt in den elf Jahren zuvor in die Verbesserung des Hochwasserschutzes investiert. Nach Angaben der Landestalsperrenverwaltungen sind mit diesem Geld Hochwasserschutzanlagen auf rund 8,5 Kilometern Länge an der Elbe und anderen Flüssen entstanden.

Das Millionenprogramm hat sich ausgezahlt: Laut Christian Korndörfer, dem Leiter des städtischen Umweltamtes, wurden 2002 rund 3100 Hektar des Stadtgebiets überschwemmt. Im vergangenen Jahr waren es 1656 Hektar. Ein doppelter Erfolg, wenn man bedenkt, dass die Gesamtwassermenge, die in der Elbe durch Dresden geflossen ist, größer war als 2002, "trotz größerer Rückhalteräume, die seitdem in Tschechien gebaut wurden", so Korndörfer.

Die positive Bilanz relativieren allerdings schlechte Nachrichten aus Gohlis, Cossebaude, Laubegast und Teilen von Blasewitz. Ganz Gohlis versank auch 2013 in den Fluten, Laubegast wurde gar zur Insel, denn Elbe, Lockwitzbach und der Wasserrückstau in einem alten Elbarm umschlossen den Stadttteil. In Blasewitz war der Schillergarten nicht zu retten, im Stadtzentrum ging unter anderem ein Lokal am Terrassenufer in den Elbefluten unter. Alles das ausschließlich durch die Elbe, die Weißeritz, die 2002 vor allem in der Innenstadt massive Schäden verursachte, machte 2013 keine Probleme. Allein 30 Millionen Flutschutz-Euros investierte die Stadt in den Flusslauf der Weißeritz. Dafür wurden Brücken erneuert der Weißeritzknick ertüchtigt und das Flussbett so ausgebaut, dass es künftig mehr Wasser fassen kann. Denn nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser. "Wir müssen uns auf Ereignisse einstellen, die 9,40 Meter erreichen oder sogar toppen können", warnt Korndörfer, Starkregen im Einzugsgebiet der Elbe sei künftig häufiger zu erwarten. Und so verwundert es nicht, dass der Regen, der in dieser Woche gefallen ist, zu einem deutlichen Pegelanstieg geführt hat. Der Wasserspiegel kletterte von mickrigen 1,39 Meter am vergangenen Sonnabend auf 3,06 Meter am gestrigen Freitag.

www.umwelt.sachsen.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.05.2014

Springer, Christoph

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