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Ein Jahr Kita-Garantie – Dresden ist in Sachsen Spitzenreiter bei Betreuungsplätzen

Ein Jahr Kita-Garantie – Dresden ist in Sachsen Spitzenreiter bei Betreuungsplätzen

Ein Jahr nach Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Kitaplatz für Kleinkinder sieht sich Sachsen gut aufgestellt. „Der Rechtsanspruch wird erfüllt, wenn auch nicht immer durch das Wunschangebot der Eltern“, sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums auf Anfrage.

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Quelle: Andreas Döring

Demnach werden in Sachsen insgesamt 52.315 Kinder unter drei Jahren in einer Kita oder in der Tagespflege betreut - das entspricht einer Quote von knapp 52 Prozent. Im März 2013 waren es noch 47,2 Prozent. Sachsen liegt damit deutlich über dem bundesweiten Schnitt, wonach rund 32,5 Prozent der Kleinen in einer Kindertageseinrichtung untergebracht sind.

In Dresden sind im ersten Halbjahr 2014 rund 700 Plätze neu hinzugekommen. Damit stehen in der Landeshauptstadt insgesamt 30.600 zur Verfügung - genügend, um den Rechtsanspruch zu erfüllen. „Dennoch dürfen wir unsere Bemühungen nicht drosseln“, erklärte Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos). Wegen steigender Kinderzahlen ist ein weiterer Ausbau von 1500 Plätzen im neuen Schuljahr geplant.

Mehr als 17.000 Betreuungsplätze stehen derzeit in Chemnitz zur Verfügung, davon rund 3000 für Kinder unter drei Jahren. Bis 2013 sind rund 300 Plätze hinzugekommen, um den Rechtsanspruch erfüllen zu können. „Hinweise von enttäuschten Eltern sind uns nicht bekannt“, hieß es in der Stadtverwaltung. In Leipzig dagegen gestaltet sich die Suche nach einem Betreuungsplatz schwieriger - auch wenn 2013 mehr als 1000 Plätze für Krippen- und Kindergartenkinder hinzukamen. „Wir wissen, dass wir mit dem Ausbauangebot aktuell nicht alle Nachfragen erfüllen können“, erklärte der Leiter des Jugendamtes, Nicolas Tsapos. Jüngst hatten Eltern, die keinen Kita-Platz bekamen, die Stadt auf Schadenersatz verklagt. Weil die Geburtenrate steigt, sollen bis Jahresende weitere 1800 Plätze geschaffen werden.

Parallel zum Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz war zum 1. August 2013 das umstrittene Betreuungsgeld eingeführt worden. Nach Angaben des Sozialministeriums wurden in Sachsen bis Ende Juni knapp 10.500 Anträge gestellt und rund 4,2 Millionen Euro ausgezahlt. In den ostdeutschen Bundesländern sei die Nachfrage weniger stark als im Westen, so ein Ministeriumssprecher. Grund dafür sei vor allem das gut ausgebaute Netz an Kinderbetreuungseinrichtungen im Osten. Einer aktuellen Studie zufolge hält das Betreuungsgeld offenbar viele Migrantenfamilien und Eltern mit geringer Bildung davon ab, ihre Kleinkinder in eine Kita zu schicken. Die Grünen fordern daher die Abschaffung der Leistung.

dpa

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