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Ein Heim für Kinder-Flüchtlinge: Stadt will Objekt für 180 Plätze anmieten

Ein Heim für Kinder-Flüchtlinge: Stadt will Objekt für 180 Plätze anmieten

Die Stadt Dresden will unbegleitete ausländische Minderjährige (UAM) ab kommendem Jahr in einer zentralen Unterkunft einquartieren. Das Objekt soll 180 Plätze haben, kündigte Sozialbürgermeister Martin Seidel an.

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Quelle: dpa

Wo sich das Heim befinden soll, wollte er noch nicht sagen. Die Verhandlungen liefen noch.

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Einblicke in das Leben in der Zeltstadt in der Dresdner Friedrichstadt

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Seidel rechnet mit etwa 200, vielleicht auch 250 Kindern und Jugendlichen, die im nächsten Jahr ohne Begleitung von Erwachsenen in Dresden ankommen könnten. In dem künftigen Heim, das angemietet werden soll, will die Stadt Sprachkurse sowie Berufs- und Ausbildungsorientierung anbieten. Die jungen Leute leben dann bis zur Volljährigkeit in der für sie passenden sozialpädagogisch betreuten Wohnform. Anschließend beginnt für sie das Asylverfahren.

Gegenwärtig wird auf Bundesebene noch am Gesetz für die Betreuung der Minderjährigen gebastelt, Bundestag und Bundesrat müssen sich noch abschließend damit befassen. Die Minderjährigen, deren Altersgrenze von 16 auf 18 angehoben werden soll, sollen künftig analog zu den Erwachsenen nach festen Quoten auf die Länder verteilt werden. Auf Sachsen entfielen damit etwa 5 Prozent der Personen. Bisher waren die Jugendämter der Städte zuständig, in denen die Kinder erstmals Schutz suchten. Dadurch ist es zu enormen Belastungen in München, Frankfurt und anderen Großstädten gekommen.

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AfD und Gegendemo am 19. August in Dresden.

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Ab 1. Januar sollen das Gesetz in Kraft treten. Bislang sind noch viele Fragen offen, etwa bei der Finanzierung. In welchem Umfang Bund und Land die Kosten übernehmen, sei unklar. Dresden rechnet mit dem Bedarf von zusätzlichen Stellen im Jugendamt und Kosten von insgesamt acht bis zehn Millionen Euro im nächsten Jahr für die gesamte Betreuung. „Wir werden aber wohl in Vorleistung gehen müssen“, sagte Seidel.

Im Jugendhilfeausschuss gab es auch kritische Töne. Der Ausländerrat äußerte Skepsis gegenüber  einer zentralen Unterkunft mit 180 Plätzen und CDU-Politiker Patrick Schreiber mahnte mit Verweis auf die Kriminalitätssituation am Wiener Platz besondere Aufmerksamkeit bei jungen Männern zwischen 17 und 18 aus Marokko oder Tunesien an, die möglicherweise nicht herkämen, um sich zu integrieren.

Ingolf Pleil

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