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Ehrhardt Fahrzeugwerk insolvent - Dresdner Lkw-Aufbauten-Hersteller hat mehrere Millionen Euro Schulden

Ehrhardt Fahrzeugwerk insolvent - Dresdner Lkw-Aufbauten-Hersteller hat mehrere Millionen Euro Schulden

Das mittelständische Unternehmen Ehrhardt Fahrzeugwerk Dresden GmbH hat Insolvenz angemeldet. Wie gestern von einem Gericht bestätigt, soll das Verfahren in Eigenverwaltung laufen und planmäßig zum 1. März eröffnet werden.

Der geschäftsführende Gesellschafter Jochen Rudi, der von 2002 bis Anfang 2007 Präsident von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden war, übergab seine Verantwortung an Insolvenzverwalter Andrew Seidl. "Wir wollen als Firma auf dem Markt bleiben", erläuterte Rudi gestern gegenüber DNN sein Ziel.

Ehrhardt ist im Industriegelände in der Albertstadt ansässig und stellt vorwiegend Lkw-Aufbauten her. Infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise sei die Auftragslage zusammengebrochen, schon seit 2009 befinde sich das Unternehmen in Schwierigkeiten, berichtete Insolvenzverwalter Seidl gestern. "Seither hat man die Verluste vor sich hergeschoben", sagte der Rechtsanwalt. Ohne genaue Zahlen zu nennen, bezifferte er die Höhe der Verbindlichkeiten auf mehrere Millionen Euro. Der Umsatz habe bei 5,5 Millionen Euro gelegen, für dieses Jahr strebt der Betrieb etwa sechs Millionen Euro an. "Die Auftragslage sieht derzeit den Verhältnissen entsprechend gut aus", meint Seidl und ist überzeugt: "Wenn sie stabil bleibt, können wir das Unternehmen sauber sanieren."

Die Chancen zur Erhaltung der Firma stünden nicht schlecht. Gespräche mit Kunden laufen; sie stehen weiter zu Ehrhardt, hieß es gestern. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für ein Sanierungskonzept, das Seidl bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens auf die Beine stellen will. Entlassungen werde es nach jetzigem Stand definitiv nicht geben, bestätigte er. Die 48 Angestellten erhalten für die kommenden drei Monate ihren Lohn als Insolvenzgeld von der Arbeitsagentur.

Bereits 2005 war die Firma schon einmal in finanzielle Schieflage geraten. Auch damals fungierte Seidl als Insolvenzverwalter. "Ich kenne das Unternehmen, die Abläufe und die Personen schon, das macht die Sache überschaubar", glaubt Seidl. Er sanierte Ehrhardt seinerzeit in nur sechs Wochen und resümiert nun: "Das war damals das schnellste Insolvenzverfahren bundesweit - ein Rekord, der heute kaum mehr zu toppen ist."

Stefan Schramm

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