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Ehrenamtliche der Malteser erhalten Fluthelferorden für Einsatz während des Juni-Hochwassers 2013

Ehrenamtliche der Malteser erhalten Fluthelferorden für Einsatz während des Juni-Hochwassers 2013

Wo sich einst die Wassermassen durch die Straßen schoben, ist nach mittlerweile einem Jahr Normalität eingekehrt. Auf der elbnahen Leipziger Straße flutete das aufsteigende Grundwasser ganze Kellerabteile bis zur Decke und zerstörte dabei auch einige Existenzen.

Das Juni-Hochwasser von 2013 richtete zwar geringere Zerstörungen an als die Jahrhundertflut 2002, dennoch hinterließ die Flut in ganz Sachsen einen stattlichen Schaden in Höhe von 1,9 Milliarden Euro. Am Nachmittag des 6. Juni 2013 erreichte das Hochwasser in Dresden seinen höchsten Pegel von 8,78 Metern.

Mehr als tausend freiwillige Helfer sicherten damals den Bereich Leipziger Straße zwischen Puro Beach und Ballhaus Watzke mit Sandsäcken, um Schlimmeres zu verhindern. In sozialen Netzwerken rief man auf, an den Brennpunkten Leipziger Straße und Hansastraße Sandsäcke zu schleppen, um das Wasser in Schach zu halten. Über 44 000 Leute fanden sich auf Facebook in der Gruppe "Fluthilfe Dresden" zusammen. Stündlich stieg der Pegel und das Sandsäckeschleppen kam den Helfern wie eine Sisyphusarbeit vor. Im September 2013 wurden insgesamt 400 freiwillige Fluthelfer von Sachsens Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) mit einem Fluthelferorden ausgezeichnet (DNN berichteten). Vergangene Woche wurden eben diese auch an die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes übergeben. Insgesamt 70 freiwillige Helfer, 40 von ihnen waren anwesend, haben im letzten Flutjahr 2013 bei der Evakuierung der Opfer tatkräftig mitgewirkt. Obwohl das Grundwasser auch den Hof und die Keller der Malteser-Dienststelle geflutet hatte, arbeiteten diese unermüdlich weiter.

"Es war eine harte Zeit", erinnert sich Rico Bäßler, Leiter des Malteser Einsatzdienstes. "Unser Hof war komplett abgesoffen, auch die Keller standen unter Wasser. Wir mussten aber weiterhin arbeitsfähig bleiben, haben Notlager aufgebaut und Flutopfer evakuiert. Manche der Helfer waren 24 Stunden am Stück im Einsatz." Bäßler koordinierte die Evakuierungen und war dafür zuständig, die Helfer zusammen und bei Laune zu halten. Sowohl die ehren- als auch hauptamtlichen Mitarbeiter legten Sonderschichten ein und waren rund um die Uhr im Einsatz. "Ich habe extra meinen Urlaub für einen Tag unterbrochen, um an der Leipziger Straße zu helfen und Essen an Flutopfer sowie Helfer zu verteilen", erzählt die 25-jährige Sandra Große, ehrenamtliche Malteserin.

Bisher unterstützten die Malteser insgesamt 300 Dresdner Haushalte mit Spendengeldern in Höhe von 650 000 Euro. Die "Soziale Nachsorge für Hochwasserbetroffene" der Malteser kümmert sich im Nachhinein um Flutopfer.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.07.2014

Juliane Weigt

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