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Egal, ob es regnet oder schneit: Dresden stellt nach und nach die Brunnen wieder an

Egal, ob es regnet oder schneit: Dresden stellt nach und nach die Brunnen wieder an

Nur noch eine lange Frostperiode mit Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt könnte das verzögern, was traditionell vor Ostern beginnt: die Inbetriebnahme der Brunnen und Wasserspiele in der Stadt.

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Bibbert ein bisschen bei dem stürmischen Wetter, aber freut sich, dass der Brunnen "Der Flugwille des Menschen" an der Güntzstraße wieder sprudelt: Konrad Wagner. Er weiß: Schon vor dem Krieg gab es hier einen Brunnen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Gestern war offizieller Start der Brunnensaison. Der fand an dem frisch sanierten und erst Mitte Oktober 2014 wieder eingeweihten Wasserspiel "Der Flugwille des Menschen" an der Güntzstraße statt, das 1956/57 Max Lachnit schuf.

An dem offiziellen Akt nahm auch Konrad Wagner, einst Leiter der Dresdner Kapellknaben und Domkantor bzw. Domkapellmeister an der Katholischen Hofkirche, teil. Denn für ihn verbinden sich ganz besondere Erinnerungen mit diesem Ort. "Vor 1945 gab es hier schon mal einen Brunnen. Er befand sich im Garten des Eckgrundstückes", so Wagner. Der weiß das, weil er in dem Haus, das damals noch in Straßennähe stand, wohnte und er als 15-Jähriger - bei der Flucht aus dem Keller zwischen den Bombenangriffen im Februar 1945 - in das Wasserbecken gefallen war.

"Bis Ende Mai werden alle betriebsfähigen der insgesamt 73 Brunnen, die das Grünflächenamt der Stadt betreut, wieder sprudeln", so Amtschef Detlef Thiel. Ihm stehen für die Betriebskosten 140 000 Euro, für Wartung und Instandhaltung 131 000 Euro zur Verfügung.

Für größere Investitionen gibt es dieses Jahr jedoch kein Geld. So wird beispielsweise der Brunnen am Neustädter Markt, der schon seit dem Hochwasser im Jahr 2002 kaputt ist, weiter verfallen. "Allein die Sanierung dieses Wasserspiels würde zwischen 300 000 und 400 000 Euro kosten", ist sich Detlef Thiel im Klaren.

Er hat in seinem Brunnen-Etat erst 2016 wieder 100 000 Euro zur Verfügung. Und die will das Amt für Stadtgrün in die Sanierung der Teichanlage - bestehend aus einem Bachlauf, Staustufen und dem Brunnenbecken - im Fichtepark investieren. "Wir realisieren mit dem Geld den ersten Bauabschnitt." Zusätzlich trommelt die Stadtverwaltung für Spenden. Mit dem Fonds Stadtgrün ist eine Möglichkeit geschaffen, Geld gezielt für bestimmte grüne Projekte zur Verfügung zu stellen. Wer ein Herz für Brunnen hat, wollte sich den 2. Mai notieren: den 17. Dresdner Brunnentag.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.04.2015

Catrin Steinbach

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