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Edeka will im Gegenzug für Hochhaussanierung am Albertplatz geplante Verkaufsfläche vergrößern

Edeka will im Gegenzug für Hochhaussanierung am Albertplatz geplante Verkaufsfläche vergrößern

Klare Verhältnisse im Ortsbeirat Neustadt: Das Stadtteil-Gremium hat gestern die aktuellen Pläne zum Bau eines Einkaufszentrums am Albertplatz abgelehnt.

Von christoph springer

Die 7000 Quadratmeter Verkaufsfläche, die dort entstehen sollen, waren dem Ortsbeirat zu viel. Allerdings ist das Gremium nicht grundsätzlich gegen einen Supermarkt auf dem Gelände. Wenn dort ein maxi- mal 4500 Quadratmeter großes Einkaufszentrum entsteht, die Sanierung des DVB-Hochhauses per Vertrag ge- sichert und finanziert wird, könnten die Ortsbeiräte mit dem Projekt leben, signalisierten sie. Sie setzen aller- dings darauf, dass keine weiteren Einkaufszentren in der Neustadt entstehen. Das ist eine klare Absage an Globus.

Dabei war das Thema "Hochhaus" aus Sicht des Ortsbeirates längst erledigt. Im Juni 2011 hatten die Stadtteilvertreter für die Edeka-Pläne gestimmt. Damals erklärte SPD-Ortsbeirätin Johanna Thoelke stellvertretend für ihre Kollegen, für die möglichst schnelle Sanierung des DVB-Hochhauses nehme man "zähneknirschend in Kauf", dass auf dem Gelände neben dem Hochhaus rund 4500 Quadratmeter Verkaufsfläche geplant sind. Die Edeka-Gruppe sprach damals von einem wenigstens 2500 Quadratmeter großen Markt im Erdgeschoss des Neubaus, dazu sollten weitere Geschäfte in den Keller einziehen. Im Hochhaus plante das Unternehmen damals öffentliche Nutzungen und eine Gaststätte in den oberen Stockwerken mit Sitzgelegenheiten unter freiem Himmel.

Solche Freiluftplätze standen einst auch im Konzept von Regine Töberich, der Chefin der DresdenBau und Projektierungs GmbH. "Skylounge" nannte sie das Restaurant im Dachgeschoss des denkmalgeschützten Hochhauses. Außerdem sollten ihren Plänen zufolge die Stadtbibliothek und Künstler in das Stahlbetonhaus ziehen. Dass sie mit 7000 Quadratmeter Ladenfläche plante, begründete Töberich bereits im Frühjahr 2010 mit wirtschaftlichen Zwängen. Andernfalls sei das Projekt nicht finanzierbar, gab sie zu bedenken.

Nun geht es wieder um ein Einkaufszentrum dieser Größenordnung, obwohl die Stadt schon 2010 Einwände hatte gegen 7000 Quadratmeter Ladenfläche. "Signifikante Auswirkungen auf die gewachsene Einzelhandelsstruktur in der Umgebung" fürchtete die Stadt damals laut eigenen Gutachten. Möglich sei der "Verlust von kleinen Ladenstrukturen".

Ob diese Bedenken nun angesichts der neuen Edeka-Pläne über Bord geworfen werden, muss letztlich der Stadtrat entscheiden. Dort steht das "Thema Hochhaus" am 24. Mai auf der Tagesordnung. Schon morgen diskutieren der Bauausschuss und der Wirtschaftsförderungsausschuss die Edeka-Pläne für den Albertplatz in einer gemeinsamen Sitzung, um eine Empfehlung für den Stadtrat zu erarbeiten.

www.edeka-albertplatz.de www.dresdenbau-gmbh.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.05.2012

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