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EU-Fördermittel für die sächsische Wissenschaft schrumpfen

EU-Fördermittel für die sächsische Wissenschaft schrumpfen

Das Zentrum für Energieforschung an der TU Dresden ist ein Vorzeigestück der exzellenten Forschungsinfrastruktur Sachsens. Als "Aktionsplattform für die fachgebietsübergreifende Energieforschung" präsentiert Hauschef Uwe Gampe seine kleine Einrichtung auf dem Dresdner Campus.

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Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) besuchte gestern das Lehr- und Versuchskraftwerk des Zentrums für Energietechnik der TU Dresden. In die Anlage fließen 16,1 Millionen Euro EU-Fördermittel.

Quelle: Matthias Hiekel, dpa

Erforscht wird hier alles, was mit der effektiveren Erzeugung und Speicherung von Energie zu tun hat - und das ist wahrlich ein Zukunftsthema. Gegründet werden konnte das Zentrum vor zehn Jahren an der Fakultät für Maschinenwesen. Den Betrieb halten nicht zuletzt EU-Strukturfondsmittel aus Brüssel am Laufen. 16,1 Millionen Euro aus diesem Topf können die Dresdner Energieforscher nun bis 2020 noch ausgeben.

Das ist die frohe Botschaft, die Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) gestern bei ihrem Besuch im Zentrum, im Schatten des nagelneuen Gitterwindkanals, verkünden konnte. Die weniger gute Botschaft: der Geldberg schrumpft. Statt bisher 178 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) stehen in der aktuellen Förderperiode bis 2020 nur noch 118 Millionen Euro zur Verfügung. Noch düsterer der Blick in den Fonds für regionale Entwicklung (Efre). Der hielt für Sachsens Foscher bislang 467 Millionen bereit - künftig werden es nur noch 175 sein. In Summe fehlen damit über 350 Millionen. Wie sie das gewaltige Minus für die sächsische Forschungslandschaft auffangen will, weiß die Ministerin noch nicht wirklich.

"Einiges", das sagte Stange gestern, "könnte man mit den frei gewordenen Bafög-Mitteln finanzieren." Doch mit den jährlich 56 Millionen, die zur Verfügung stehen, seitdem der Bund das Bafög Anfang des Jahres komplett übernommen hat, lässt sich längst nicht alles in den versiegenden EU-Topf nachkippen. Das hat die schwarz-rote Staatsregierung auch nicht vor. Stattdessen müsse man sich darauf einstellen "Mittel aus anderen Quellen einzuwerben", betonte Ministerin Stange. Gefragt ist hier die Wirtschaft, die sich künftig an der Finanzierung von Forschungsprojekten beteiligen soll. Dass das klappen kann, da ist Energieforscher Gampe zuversichtlich. "Unser Forschungsportfolio ist breit gefächert."

Dennoch können die Fördermittel weiter beantragt werden. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig erhielt bereits 5,1 Millionen für neue Geräte. Das Leipziger Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung bekam 4,8 Millionen. Das Dresdner Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen kann sich über für 20 Millionen für die Entwurfsautomatisierung freuen. Weitere 24 Millionen fließen in das Dresdner Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme. Die TU Berg-Akademie Freiberg kann für fünf Millionen Euro Geräte für eine Magnesiumwalzanlage anschaffen. Anträge stellen können auch die Berufsakademie Sachsen und wissenschaftliche Bibliotheken.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.04.2015

Christine Keilholz

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