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Durch denkmalgerechte Sanierung vom Volksbad zum Eigentumswohnungsbau

Neuer Glanz Durch denkmalgerechte Sanierung vom Volksbad zum Eigentumswohnungsbau

Nach jahrelangem Leerstand und des dahindämmernd im Dornröschenschlaf haben drei ehemals von den Dresdner Verkehrsbetrieben DVB in der Schlömilchstraße als Verwaltungs- Wohn-, Büro- und Lagerräume sowie als Werkhalle genutzten Immobilien beste Chancen, eine Zukunft als Wohnbauten zu erhalten.

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Bis Sommer 2017 sollen im ehemaligen Volksbad insgesamt 18 2-, 3- und 4-Raumwohnungen fertiggestellt werden.

Quelle: P. Weckbrodt

Dresden. Nach jahrelangem Leerstand und des dahindämmernd im Dornröschenschlaf haben drei ehemals von den Dresdner Verkehrsbetrieben DVB in der Schlömilchstraße als Verwaltungs- Wohn-, Büro- und Lagerräume sowie als Werkhalle genutzten Immobilien beste Chancen, eine Zukunft als Wohnbauten zu erhalten. Der Böblinger Investor Ventar Immobilien GmbH hat die Häuser Schlömilchstraße 2-4 von der DVB erworben und ist fest entschlossen, durch Umnutzung insgesamt 60 moderne Wohnungen entstehen zu lassen. Das Rathaus bestätigte auf DNN-Anfrage, dass die DVB die Grundstücke im Frühjahr 2015 zum Kauf öffentlich ausgeschrieben hatte, und dass diese Gebäude als Einzeldenkmale ausgewiesen sind. Bereits im August/September des Vorjahres kamen die von Ventar beauftragten Architekten auf das Stadtplanungsamt zu, um die ersten Vorüberlegungen zu einer sinnvollen Nutzung des Bestandes zu besprechen. Grundsätzlich stellte das Stadtplanungsamt fest, dass die vorgesehene Nutzung als Wohnraum unter Berücksichtigung der Ausbauplanung Schlömilchstraße baurechtlich zulässig ist.

Ende Januar lag allerdings weder dem Stadtplanungsamt noch der zuständigen Denkmalschutzabteilung im Rathaus ein Bauantrag vor. Dies soll noch in dieser Woche geschehen, versicherte Ventar-Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Herrmann gestern den DNN.

Zur erwähnten Ausbauplanung Schlömilchstraße gehört das bereits für 2016 geplante Vorhaben der DVB, in die Straße eine Wendeschleife für die Straßenbahnen einzubauen. Ein Gleis liegt bereits in der Straße. Es soll in Höhe der Kipsdorfer Straße um die ehemalige Werkstatthalle herumgeführt werden und zwischen der geplanten Wohnbebauung und der ab Frühjahr 2016 neu zu errichtenden Schule zurück zur Wehlener Straße geführt werden. Stadtseitig gibt es sogar Überlegungen, die Straßenbahn nach der Schlömilchstraße bis zur Altenberger Straße nach Striesen zu verlängern. Diese Planungen hat Ventar zu berücksichtigen.

Für die als Stadtvilla bezeichnete Wohnhausgruppe Schlömilchstraße Ecke Wehlener Straße 2 wird es schon in Kürze den Startschuss geben. Den DNN liegen sowohl zu ihm wie auch zum ehemaligen Städtischen Volksbad ausführliche Exposes vor. Sie beinhalten die Umnutzung als Wohngebäude durch denkmalgerechte Sanierung. Bis Sommer 2017 sollen im in der Stadtvilla drei 2-Zimmer-Wohnungen und neun 3-Zimmer-Wohnungen und im Volksbad insgesamt 18 2-, 3- und 4-Raumwohnungen fertiggestellt werden. Der Verkauf der Wohnungen an dem Investor bestens bekannte solvente Anleger laufe bestens, unterstrich Herrmann. Mit den Kaufverträgen erhielten , so Herrmann weiter, die Käufer auch Mietgarantien, die in ihrer Dauer deutlich über dem üblichen Standard lägen. Die Mietpreise würden bei etwa 8 bis 8,50 Euro je m2 festgelegt werden. Ventar baue bewusst in Wohngebieten mit einem niedrigen oder mittleren Mietniveau. Auch sei die vorgesehene denkmalgerechte Sanierung mit spürbaren steuerlichen Abschreibungen verbunden.

Die Stadtvilla wurde um 1900 im Jugendstil für die Dresdner Straßenbahngesellschaft errichtet. Das Gebäude diente verschiedenen Zwecken, im Zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt, große Teile deshalb nach Kriegsende abgerissen. Ab 1970 zog die Abteilung Einkauf der DVB einschließlich der DDR-weiten Einkaufsbeschaffung für Tatra-Straßenbahnwagen ein. Nach der Wende wurden die Büros geräumt, seit 2004 steht das Haus leer. Es befindet sich in einem ordentlichen Zustand.

Das benachbarte ehemalige Volksbad geht auf einen Kraftwerksbau zurück, der ab 1901 zur Versorgung des Betriebshofes gebraucht wurde. Als diese Aufgabe entfiel, begann ab 1928 die Nutzung zunächst als Bad für die Betriebsanhörigen, später als Städtisches Volksbad auch für die Öffentlichkeit. Wann das Bad seinen Betrieb einstellte, ist nicht genau bekannt. Sein gegenwärtiger Zustand wurde von der DVB zuletzt als sehr schlecht bewertet, weil Feuchte und Pilze ins Bauwerk eingedrungen sind.

Für das dritte Ventar-Objekt, die ehemalige Werkstatthalle, laufen die Vorplanungen. Hier werden voraussichtlich mindestens 30 Wohnungen entstehen.

Von Peter Weckbrodt

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