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Duo verprügelt DVB-Kontrolleur - Gewalttäter beraubt jungen Mann

Tatort Straßenbahn Duo verprügelt DVB-Kontrolleur - Gewalttäter beraubt jungen Mann

Kontrolleure in der Straßenbahn sind nicht bei allen Fahrgästen gern gesehen, mit einigen "Schwarzen Schafen" gibt es auch mal Zoff. Dirk B. und Eric H. drohten nicht nur mit Prügel, sie langten auch zu, als ein Kontrolleur sie in einer Bahn der Linie 4 nach den Tickets fragte, die sie nicht hatten.

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Quelle: dpa

Dresden. Sie sollen den 35-Jährigen geschlagen, getreten und gewürgt haben. "Ich habe schon viel erlebt, aber so etwas noch nicht", sagte Kontroleur Sebastian H. im Amtsgericht.

Die Angeklagten haben erhebliche Gedächtnislücken - nach einer Flasche Wodka und reichlich Bier vielleicht auch nicht verwunderlich. Eric H. entschuldigte sich wenigstens teilweise, Dirk B. verneinte die Vorwürfe komplett. Er habe nicht geschlagen, sondern nur eingegriffen, als die bösen Kontrolleure seinen Kumpel zu Boden gebracht hätten. Beide können sich auch nicht erinnern, dass sie schon zuvor in der Bahn krakelt und ausländische Fahrgäste beschimpft hatten. Vielleicht kommt ihr Erinnerungsvermögen am nächsten Verhandlungstag wieder.

Zwei Säle weiter musste sich gestern Rico B. wegen Raubes verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, in einer Straßenbahn einen 18-Jährigen mit mehreren Faustschlägen zu Boden geprügelt, ihn am Bahnhof Mitte aus der Bahn gezerrt und ihm das Handy und den Rucksack mit der Geldbörse gestohlen zu haben. An der Haltestelle hätten viele Leute gestanden, sagte das Opfer, geholfen habe ihm dort niemand. Später fand ihn eine ältere Frau und informierte die Rettungskräfte. Das Opfer kam mit einer Gehirnerschütterung, einer Hirnblutung und Hämatomen am Auge und am Körper ins Krankenhaus. Besonders perfide: Der junge Mann ist geistig schwer behindert und kann sich kaum artikulieren. Trotzdem hat er Rico B. auf der Wahlbildvorlage bei der Polizei und auch im Gericht eindeutig identifiziert.

Der Angeklagte, der erheblich vorbestraft ist und unter mehrfacher Bewährung steht, wies den Vorwurf zurück. "Ich war das definitiv nicht. Ich habe mich geändert." Außerdem sei er zur Tatzeit zu Hause und nicht in einer Straßenbahn gewesen. War er doch: Ziemlich am Ende der Verhandlung verplapperte er sich. Richter Arndt Fiedler verurteilte ihn zu drei Jahren Gefängnis.

Monika Löffler

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