Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Google+
Dürrewetter: Schon seit Januar gibt es in Dresden zu wenig Regen

Dürrewetter: Schon seit Januar gibt es in Dresden zu wenig Regen

Jedenfalls im Monatsdurchschnitt. Und im Sommer 2002 sowieso. An den fünf Regentagen vom vergangenen Sonnabend bis zum Mittwoch sind an der Messstelle des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf dem Flughafengelände in Klotzsche reichlich 100 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.

Voriger Artikel
Hoffnungsschimmer für Hofewiese: Zukunft liegt in den Händen des Stadtrates
Nächster Artikel
DRK fragt und antwortet zur Zeltstadt - Verantwortliche fürchten „ständige Medienkarawane“
Quelle: Grafik: Eylert

Früher war mehr Regen. Das entspricht zwar etwa einem Viertel mehr als dem August-Durchschnitt, wie ihn die Meteorologen aus den vergangenen 30 Jahren kennen. Dafür waren die knapp sieben Wochen davor aber so trocken wie lange nicht mehr. 62,5 Liter Regen meldete Matthias Gnielka, Fachmann im regionalen Klimabüro des DWD in Potsdam, für die Zeit vom 1. Juli bis zum 14. August.

War es nun in diesem Sommer wirklich außergewöhlich trocken? "Das liegt im Auge des Betrachters", sagt Klimafachmann Gnielka. "Wenn man den Vergleich zieht mit dem Jahrhunderthochwasser 2002, dann ist der Regen in den letzten Tagen nichts." 2002 fielen in Klotzsche binnen drei Tagen mehr als 181 Liter pro Quadratmeter. Allein am 12. August fiel damals mehr Regen als seit dem vergangenen Wochenende.

"Ja, es war eine ganze Zeit lang trocken", ordnet Gnielka das bisherige Sommerwetter ein. "Aber auch das hatten wir sicherlich schon mal", ist der Wetterfachmann aus Potsdam überzeugt, ohne das auf Anhieb mit einem Beispiel belegen zu können. Zu dem Eindruck, dass der Sommer 2015 ein besonders trockener ist, hätten wohl auch die "außergewöhnlich hohen Temperaturen" beigetragen. Und: "Es war ja auch trocken. Seit dem Frühjahr hatten wir fast in jedem Monat ein Niederschlagsdefizit."

Mit dem viel zitierten Klimawandel will Gnielka das aber nicht in Verbindung bringen. "Das kann ein Ausreißer sein, muss es aber nicht", sagt er. Die Trockenheit könnte ein Anzeichen dafür sein, "aber ich wäre sehr vorsichtig, immer alles sofort mit dem Klimawandel zu begründen". Da müsse man noch mehrere Jahre abwarten. Als Beispiel für zu kurzfristige Beobachtungen nennt er den Winter 2009/2010. "Da hatten wir einen relativ schneereichen Winter, auf einmal wurde der Klimawandel infrage gestellt."

Sicher ist aber: Am Wochenende müssen Hobbygärtner in Dresden wieder zur Gießkanne greifen. Denn bei den reichlich 100 Liter Regen pro Quadratmeter, die seit dem letzten Sonnabend gefallen sind, bleibt es vorerst. Um die 25 Grad und "erst mal keine nennenswerten Niederschläge" prognostiziert Gnielka für die kommenden Tage. Er nennt das "relativ ruhiges Spätsommerwetter".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.08.2015

Christoph Springer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Anzeige
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.