Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Google+
Drogen im Abwasser – Dresden liegt bei Crystal Meth mit an der europäischen Spitze

Drogen im Abwasser – Dresden liegt bei Crystal Meth mit an der europäischen Spitze

Das Abwasser verrät viel über die Bewohner einer Stadt. In Dresden zeigt eine Stichprobe aus dem jetzt vorgelegten „Europäischer Drogenbericht 2014“: Die Rückstände von Crystal Meth im Abwasser der sächsischen Landeshauptstadt sind im Vergleich mit 42 untersuchten europäischen Städte besonders hoch.

Voriger Artikel
Hunderte Rechtsextreme demonstrieren Pfingstsonnabend in Dresden
Nächster Artikel
TU Dresden: Mitverfasser von Amnesty-Todesstrafenbericht hält Vortrag

Die hochriskante Droge Crystal Meth breitet sich in großen Teilen Deutschlands weiter aus. Rückstände finden sich auch in Dresdens Abwasser.

Quelle: dpa

Nur tschechische Städte wie Prag und Budweis weisen höhere Werte auf. So liegt der Durchschnittswert von Methamphetamin – wie der euphorisierend wirkende Stoff heißt – bei 137 Milligramm pro 1000 Einwohner und Tag. Zum Vergleich: In Prag nahmen die Wissenschaftler Proben mit durchschnittlich 323 Milligramm während Städte wie Amsterdam, Barcelona und Athen allesamt unter 30 Milligramm lagen.

Der Konsum von Crystal steigt seit Jahren, Beamte von Polizei und Zoll beschlagnahmen zunehmend aus Tschechien eingeführte Päckchen der gefährlichen Modedroge. Bei der Produktion von Methamphetamin sind zwei Hauptgebiete bekannt, so die Verfasser des Berichts. Die baltischen Staaten und als zweites Produktionsgebiet der Schwerpunkt in der Tschechischen Republik und in den Nachbarländern Slowakei und Deutschland. „Hier basiert die Produktion in erster Linie auf Ephedrin und Pseudoephedrin und vollzieht sich in so genannten kleinen Küchenlabors“, ordnen die Verfasser ein. In den vergangenen zwei Jahren wurde beobachtet, dass vietnamesische Gruppen der organisierten Kriminalität verstärkt im tschechischen Markt für Methamphetamin und bei der Ausweitung der Produktion aktiv werden.

Dieser Trend wirke sich auch auf die Zahl der Drogenbehandlungen aus: „Der in letzter Zeit zu beobachtende Anstieg der Zahl der Amphetaminkonsumenten als Erstpatienten entfällt vor allem auf Deutschland, die Tschechischen Republik und die Slowakei“, heißt es in dem Bericht. Bei Kokain und Cannabis liegen die Dresdner Werte hingegen im niedrigen Bereich. Cannabis-Hochburgen unter den geprüften Städten sind Novi Sad, Paris und Antwerpen. In den drei Städten lagen die Werte jeweils bei über 120 Milligramm pro 1000 Einwohner und Tag. Im Dresdner Abwasser fanden die Forscher Rückstände in Höhe von 31 Milligramm. Für den Bericht hat das "European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction" (EMCDDA) die Abwassersysteme von 42 Städten untersucht. In Deutschland gehörten Dresden, Dülmen und Dortmund zu den Städten, deren Abwasser 2013 untersucht wurde.

Das EMCDDA im Internet.

Dominik Brüggemann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.