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Drewag verhandelt mit Mietern für Kraftwerk Mitte

Drewag verhandelt mit Mietern für Kraftwerk Mitte

Die Dresdner Stadtwerke (Drewag) verhandeln mit mehreren Mietinteressenten für das Kraftwerk Mitte. Unter anderem ist das Heinrich-Schütz-Konservatorium, die städtische Musikschule, als Mieter für die Kulturmeile im Gespräch (DNN berichteten).

Laut Drewag-Geschäftsführer Reiner Zieschank verhandele man aber auch mit dem Freistaat Sachsen über einen Einzug der Puppentheatersammlung, die gegenwärtig noch in der Garnisonkirche untergebracht ist.

"Wir sind guter Dinge, dass wir das Kraftwerksgelände Schritt für Schritt weiter entwickeln können", erklärte Zieschank. Die wichtigsten Eckpfeiler für die Kulturmeile seien die Theatergebäude für Staatsoperette und Theater Junge Generation, die Ende 2016 in Betrieb gehen sollen.

Auf dem Kraftwerksgelände ist bereits die Hochschule für Musik mit ihrer Lehrerausbildung eingezogen. Für ein benachbartes Gebäude gebe es einen Mietinteressenten, die Verhandlungen seien weit vorangeschritten. Das Haus werde gegenwärtig rohbaufertig saniert. "Der künftige Mieter will sich aber selbst der Öffentlichkeit präsentieren", begründete Zieschank, warum er keinen Namen nennen kann.

Ein weiteres Gebäude soll bis 2016 saniert und an einen Generalmieter vermietet werden, der die Büros und Ateliers an Unternehmen aus der Kreativwirtschaft weitervermietet. Saniert wird gegenwärtig auch das Gebäude, in dem die Netzleitstelle der Drewag untergebracht ist. Für das Schaltanlagengebäude an der Theatergasse gegenüber den Theaterneubauten gebe es Pläne, die noch nicht spruchreif seien. Für das frühere Sozialgebäude werde ein Gastronom gesucht, der es sich zutraue, ein großes Restaurant zu betreiben. Die ehemalige Fabrikantenvilla am Wettinplatz müsse noch auf eine Sanierung warten. "Da wollen wir nichts überstürzen. Wir könnten das Gebäude jederzeit verkaufen. Aber wir suchen nach einer idealen Nutzung", so Zieschank.

Welche Kosten bei der Sanierung des Kraftwerksgeländes entstehen werden, sei schwer abzuschätzen, sagte der Drewag-Geschäftsführer. Das richte sich auch nach den Wünschen der künftigen Mieter. "Wir werden auf jeden Fall nur die Gebäude sanieren, für die wir Interessenten haben", bekräftigte der Drewag-Vorstand gegenüber den DNN. Es sei nicht möglich, einzelne Kraftwerksgebäude in ihrem jetzigen Zustand für kleines Geld zu vermieten. "Darin haben ja nie Menschen gearbeitet. Da standen nur Maschinen, Transformatoren und Kessel." Deshalb müsse die Drewag die Gebäude umbauen und die Kosten auf die Mieten umlegen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.01.2015

Thomas Baumann-Hartwig

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