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Drewag prüft Dresdner Fernwärmenetz vom Flugzeug aus

Drewag prüft Dresdner Fernwärmenetz vom Flugzeug aus

Die Dresdner Stadtwerke kontrollieren in den kommenden Wochen per Flugzeug ihr Fernwärmenetz auf reparaturbedürftige Schwachstellen. Dazu überfliegt eine Spezialfirma nachts das Stadtgebiet und nimmt mittels Infrarot-Sensoren alle unterirdischen Leitungen auf.

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Mit einem Flugzeug vom Typ Grand Commander zeichnet eine Berliner Spezialfirma Messdaten des unterirdischen Fernwärmenetzes auf.

Quelle: Scandat GmbH

Auf den Luftbildern ist dann zu sehen, wo die Fernwärmeleitungen Lecks haben, saniert oder ausgetauscht werden müssen, sagte Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann.

Die Drewag nutzt dieses Verfahren zum ersten Mal. In anderen Städten, etwa Berlin und Köln, sei die Thermalkartierung aber bereits erfolgreich genutzt worden, so Ostmann. Ziel sei es, Investitionen zu planen, Sanierungsprojekte besser zu koordinieren und letztlich Energie zu sparen. Die nächtlichen Flüge und die Auswertung kosten etwa 57.000 Euro.

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Helle Stellen in den Thermalkarte zeigen Lecks im unterirdischen Fernwärmesystem.

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Mit den Flügen, Messungen und Auswertungen hat die Drewag die Berliner Spezialfirma Scandat beauftragt. „Um die Stadt Dresden mit all ihren Randbezirken zu kartieren, fliegen wir in zwei aufeinanderfolgenden Nächten", erklärt Scandat-Geschäftsführer Hans-Jörg Krickau. Die Flugzeuge starten etwa drei Stunden nach Sonnenuntergang, also etwa 21 Uhr. Erst dann seien Boden und Gebäude nach der Sonneneinstrahlung am Tag wieder abgekühlt und der Verkehr in der Stadt nicht mehr so stark, so Krickau. Pro Nacht sind die Messflugzeuge etwa vier Stunden lang über Dresden unterwegs.

An welchen Tagen die Flüge stattfinden, steht noch nicht fest. Es müsse ein Hochdruckgebiet mit trockenem Wetter und Temperaturen unter 5 Grad Celsius vorherrschen. Vor dem 1. März könnten voraussichtlich keine Starts stattfinden. Je nach Wetterlage fallen die Entscheidungen sehr kurzfristig, sagte Hans-Jörg Krickau. „Unser Flugzeug steht in Finsterwalde, da sind wir in zehn Minuten in Dresden."

Ihm sei wichtig, betonte Krickau, die Dresdner Bevölkerung über die zwei nächtlichen Flüge zu informieren. Niemand solle Angst bekommen. Die Spezialmaschine wird in etwa einem Kilometer Höhe über der Stadt kreisen. „Man hört es brummen", beschreibt Krickau die zu erwartende Lärmbelästigung, „aber das bemerken nur Leute mit sehr leichtem Schlaf. Unser Flugzeug hat ein Lärmschutzzeugnis."

Das Messflugzeug ist eine zweimotorige Aero Commander, ausgestattet mit vier Sitzen und Platz für die Aufnahmetechnik. „Eventuell machen wir die Aufnahmen sogar mit einer Kamera aus Dresdner Produktion", kündigte Krickau an. Die Firma IntraTec produziere hochsensible Infrarot-Wärmebildkameras.

Die gemessenen Daten werden in zwei Stufen ausgewertet, so Krickau. Damit die Drewag Probleme schnellstmöglich beheben kann, werden die Fernwärmeleitungen zunächst auf größere Schäden untersucht. In einem zweiten Schritt werden alle Messwerte gründlich ausgewertet und zu einer umfassenden Zustandsbeschreibung des Dresdner Fernwärmenetzes zusammengefasst. Mit Ergebnissen wird bis Ende März gerechnet.

Tanja Tröger

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