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Drewag plant Fernwärmetrasse Dresden-Nord nach Klotzsche

Drewag plant Fernwärmetrasse Dresden-Nord nach Klotzsche

Noch in diesem Jahr will die Drewag eine weitere Etappe auf dem Weg zur Modernisierung ihres Fernwärmenetzes in Angriff nehmen. Drewag-Chef Reiner Zieschank stellte vergangene Woche im Ortsbeirat Neustadt gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt das Bauvorhaben "Fernwärmetrasse Dresden-Nord" vor.

Auf diesem Weg werden voraussichtlich ab 2014/15 viele Klotzscher umweltfreundlich mit Wärme versorgt.Grafik: Drewag

Von Jane Jannke

Über eine sieben Kilometer lange Fernwärmeleitung sollen künftig rund 200 Haushalte sowie Gewerbe in Klotzsche an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen werden, die Wärmeerzeugung würde dadurch zudem noch umweltfreundlicher, sagt die Drewag. Das gigantische Projekt soll insgesamt mehr als 19 Millionen Euro kosten und bis Ende 2014 realisiert sein.

Viele Verbraucher in Klotzsche werden bislang über ein sogenanntes "Inselnetz" durch das Heizkraftwerk Klotzsche mit Fernwärme versorgt. Das Werk hinter der Grenzstraße, das die Drewag erst 2003 für fünf Millionen Euro gebaut hatte, soll nun durch die neue Trasse entlastet werden. "Es bleibt zwar in Betrieb, wird künftig aber hauptsächlich zur Abfederung von Leistungsspitzen genutzt", erläuterte Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann. Ziel sei es, den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung weiter voranzutreiben. Hierbei wird die Abwärme der Stromgewinnung direkt zur Erzeugung von Heizwärme genutzt. Diese Vorgehensweise ist nicht nur effektiv, sondern auch umweltschonender. Das Kraftwerk Klotzsche generiert darüber lediglich 30 Prozent seiner Leistung, mit der neuen Trasse wäre dies zu 90 Prozent möglich.

Seit sie vor 12 Jahren mit der Umrüstung ihrer Kraftwerke begann, hat die Drewag nach eigenen Angaben mehr als fünf Millionen Tonnen CO2 vermieden. Durch die Fernwärmetrasse sollen der Umwelt nun weitere 8600 Tonnen jährlich erspart bleiben, wie Hans Martin Pfohl vom Stadtplanungsamt erläuterte. Ausgehend vom Heizkraftwerk Nord im Industriegelände wird die Trasse in fünf Bauabschnitten entlang der Königsbrücker Straße, hinter dem Technopark Nord und dem Infineon-Gelände oberhalb des Prießnitzgrundes entlangführend über die Karl-Marx-Straße bis hin zum Dörnichtweg errichtet.

Der Verlauf der Leitung durch den Hang des Prießnitzgrundes stieß im Ortsbeirat Neustadt auf Skepsis bei den Grünen: Immerhin sollen mehr als 100 Bäume ausgerechnet für die ökologischen Ziele der Stadt ihr Leben lassen. "Im direkten Verlauf entlang der Königsbrücker Straße liegen zu viele Leitungen, das hätte einen erheblichen finanziellen Mehraufwand bedeutet", erklärte Drewag-Chef Reiner Zieschank. Außerdem wolle man so ein unnötiges Verkehrschaos auf der vielgenutzten Ausfallstraße vermeiden. Ob und wie viele Bäume für die gefällten neu gepflanzt werden, blieb zunächst offen.

Bevor es planmäßig ab September losgehen kann, muss das Vorhaben zunächst noch diverse Ortsbeiräte und den Stadtrat passieren. Der Bauherr zeigt sich da aber optimistisch. Im Neustädter Ortsbeirat gab es schon mal ein deutliches Ja zur Trasse. Von den Kosten für das gigantische Vorhaben in Höhe von 19,1 Millionen Euro würde mit 14,2 Millionen die Drewag den Mammutanteil selbst tragen, weitere 2,8 Millionen kämen aus dem Fördertopf Stadtumbau Ost, 2,5 Millionen würden Bund und Freistaat beisteuern.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.06.2012

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