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Drewag hat Erneuerung des vorletzten ihrer 13 Umspannwerke abgeschlossen

Drewag hat Erneuerung des vorletzten ihrer 13 Umspannwerke abgeschlossen

Die Drewag hat die Erneuerung des vorletzten ihrer 13 Umspannwerke abgeschlossen, in denen in Dresden Strom mit einer Spannung von 110 Kilovolt ankommt.

Dabei handelt es sich um die Anlage an der Fritz-Reuter-Straße (Leipziger Vorstadt). Von diesem Umspannwerk aus, einem der größeren seiner Art, werden die Innere und die Äußere Neustadt, Mickten, Pieschen, die Albertstadt und die Radeberger Vorstadt mit Strom versorgt. Nachdem der Strom das Umspannwerk verlassen hat und bevor er beim Kunden ankommt, muss er aber noch eine weitere, deutlich kleinere Umspannstation passieren.

Kein Brummen, keine Blitze, alles riecht noch nach frischem Kunststoff und fasst sich piekfein sauber an. Das grau getünchte Gebäude an der Fritz-Reuter-Straße gleich neben der Straßenbahnhaltestelle, in dem die Schaltschränke und Sicherheitseinrichtungen für die Steuerung stehen, ist nagelneu. Rund 5,6 Millionen Euro hat die Drewag für den Neubau und den Abriss des alten Gebäudes aus den 1960er Jahren bezahlt. Im Preis inbegriffen: Die neuen Schaltschränke, mit denen geregelt wird, ob Strom von dem Umspannwerk in eine der damit verbundenen Umspannstationen fließen darf. Diese Schaltschränke werden mit Strom aus einem eigenen Stromkreis gesteuert, notfalls kann die Drewag dafür sogar auf "Saft" aus zwei eigens dafür installierten Batterieblocks zurückgreifen. Denn nichts geht über die Sicherheit. "Die Räume mit den Schaltschränken müssen 90 Minuten lang Feuer aushalten", erklärt Michael Meyer, Chef aller Drewag-Umspannwerke. Die Geräte im Nachbarraum des Umspannwerks müssen unterdessen problemlos weiter funktionieren, jeder Raum ist mit einer eigenen Feuerschutztür verschlossen. Videoüberwachung des Gebäudes und der gesamten Anlage, Fernsteuerung und -schaltung sind selbstverständlich. Alle Dresdner Umspannwerke werden von einer Drewag-Zentrale aus gesteuert, die im Kraftwerk Mitte untergebracht ist und dort auch nach dessen Umbau bleiben soll, erklärt Meyer.

Nur alle zwei Monate muss das Gebäude an der Fritz-Reuter-Straße samt allen Anlagen inspiziert werden. Dass es draußen, im Umspannfeld hinter dem Gebäude, einen Kurzschluss geben kann, soll mit Hilfe all dieser Maßnahmen vermieden werden. Solch ein Kurzschluss würde bei 110 Kilovolt zu einem Lichtbogen führen, der umgangssprachlich als Blitz bezeichnet wird. Die Temperatur in einem solchen Lichtbogen entspricht knapp dem Dreifachen der Oberflächentemperatur auf der Sonne, die Wissenschaftler mit rund 5400 Grad Celsius angeben. Sie bringt Stahl zum Schmelzen, Kupfer und Alu verdampfen und bei dem Blitz entstünde eine Druckwelle, die einen Menschen fünf bis 15 Meter weit schleudern kann.

Das nächste und letzte Drewag-Umspannwerk, das nun noch erneuert werden muss, befindet sich an der Fürstenhainer Straße in Kaditz.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.09.2013

Christoph Springer

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