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Dresdner zahlen immer mehr für Betriebskosten - "Zweite Miete" bei 2,35 Euro pro Quadratmeter

Dresdner zahlen immer mehr für Betriebskosten - "Zweite Miete" bei 2,35 Euro pro Quadratmeter

Einzeln und nur pro Quadratmeter betrachtet, wirken sie lächerlich gering. Was bedeuten heutzutage schon noch ein paar Cent mehr oder weniger im Geldbeutel? Rechnet man allerdings alles zusammen und auf eine Wohnung in Dresden hoch, machen Betriebskosten ihrem Ruf als "zweite Miete" immer mehr Ehre.

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Größter Preistreiber bei den Betriebskosten sind die Heizkosten. Schuld daran sind wiederum die stetig steigenden Energiepreise.

Der lokale Mieterverein veröffentlichte gestern einen aktuellen Betriebskostenspiegel. Die DNN beantworten wichtige Fragen zum Thema.

Von christoph stephan

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Müssen Dresdner Mieter für Nebenkosten immer tiefer in die Tasche greifen?

Ja. Im Jahr 2010, auf das sich der neue Betriebskostenspiegel bezieht, zahlten sie durchschnittlich 2,35 Euro pro Quadratmeter im Monat. Dieser Wert steigt seit Jahren deutlich. So lag er 2008 noch bei 2,28 Euro, 2007 bei 2,09 Euro und 1998 mussten die Dresdner sogar lediglich drei D-Mark aufbringen. In einer 70 Quadratmeter großen Wohnung fallen somit im Schnitt jährlich 2344 Euro allein für Betriebskosten an. Das sind über 300 Euro mehr als noch vor fünf Jahren.

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Welche Positionen sind die größten Preistreiber?

"Gegenüber dem Betriebskostenspiegel für das Abrechnungsjahr 2009 sind insbesondere die Heizkosten deutlich gestiegen, von durchschnittlich 89 Cent auf 1 Euro pro Quadratmeter und Monat", sagt Mathias Wagner, der Sprecher des Mietervereins. Dies sei allerdings aufgrund der sehr kalten Wintermonate im Jahr 2010 zu erwarten gewesen. Bei den "kalten Betriebskosten" machte die Position Hausmeister den größten Sprung nach oben, allerdings um vergleichsweise geringe fünf Cent auf 0,24 Euro.

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Ist der Betriebskostenspiegel des Mietervereins ein rechtsverbindliches Dokument?

Nein. Zwar liegen ihm Abrechnungswerte über rund 220 000 Quadratmeter Wohnfläche in Dresden zugrunde, aber im Gegensatz zum städtischen Mietspiegel dient er nur der groben Orientierung. "Wir wollen Transparenz und Vergleichbarkeit herstellen. Mit Hilfe des Betriebskostenspiegels können jedoch keine verbindlichen Überprüfungen der Abrechnungen oder der einzelnen Kostenhöhen durchgeführt werden", betont Wagner.

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Wo lauern Fallstricke für Mieter?

Leider weisen nach Erfahrungen des Mietervereins viele Betriebskostenabrechnungen Fehler auf. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen. "Insbesondere dann, wenn unerklärliche Abweichungen von den Durchschnittswerten des Betriebskostenspiegels vorliegen", sagt Wagner. So darf ein Vermieter zum Beispiel nicht die Ausgaben, die ihm für Verwaltungs- und Reparaturarbeiten anfallen, als Nebenkosten auf seine Mieter umlegen. Versucht wird es trotzdem immer wieder.

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Wird der Betriebskostenspiegel auch in Zukunft aktualisiert?

Ja, geplant ist dies weiterhin einmal pro Jahr. Dafür braucht der Mieterverein allerdings die Hilfe möglichst vieler Dresdner. Benötigt werden Betriebskostenabrechnungen über das Kalenderjahr 2011. Die Unterlagen können in Kopie an den Mieterverein Dresden und Umgebung, Fetscherplatz 3, 01307 Dresden geschickt werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.10.2012

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