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Dresdner wollen keine Krankenhaus-Reform

Dresdner wollen keine Krankenhaus-Reform

Die Mehrheit der Dresdner würde im Falle einer Abstimmung gegen eine Umwandlung der Städtischen Krankenhäuser in eine gemeinnützige GmbH stimmen.

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Von Katrin Tominski

Das ist das Ergebnis des aktuellen DNN-Barometers. Das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden hat dafür 550 repräsentativ ausgewählte Dresdner zu den Städtischen Dresdner Krankenhäusern befragt.

Demnach stimmen 59 Prozent der Befragten den Gegnern der Krankenhaus-Reform zu. Sie sehen in der angestrebten Umwandlung einen ersten Schritt zur Privatisierung, die zu niedrigeren Gehältern für die Beschäftigten und zu einer schlechten Patientenversorgung führen könnte. Nur 24 Prozent der Interviewten folgen den Argumenten der Befürworter der Reform. Sie glauben daran, dass mit einer Rechtsformänderung zur gGmbH Kosten gespart werden können und somit Zuschüsse der Stadt überflüssig werden. Insgesamt 17 Prozent der befragten Bürger konnten sich nicht entscheiden, ob sie den Gegnern oder den Befürwortern zustimmen sollen.

Mehrheit möchte Bürgerentscheid

An einem möglichen Bürgerentscheid würde sich die überwiegende Mehrheit der Befragten beteiligen. Insgesamt 69 Prozent der Interviewten gaben an, bei dem von den Linken initiierten Bürgerentscheid mit abstimmen zu wollen. Knapp ein Drittel (27 Prozent) der Dresdner würde sich nicht daran beteiligen. Nur ein geringer Anteil von vier Prozent zeigte sich unentschieden, ob er abstimmen sollte oder nicht. Die Diskussionen über die Reform ist geprägt von verschiedenen Begriffen. Sprechen die Befürworter der Reform von einer Rechtsformumwandlung, bezeichnen die Gegner die Reform als Privatisierung. Wie die Umfrage des DNN-Barometers ergab, ist der Anteil derer, die die Reform mit einer Rechtsformänderung oder einer Privatisierung assoziieren, annähernd gleich. Insgesamt 44 Prozent der Befragten hatten die angestrebte Reform unter Verkauf und Privatisierung abgespeichert. 41 Prozent der Interviewten assoziierten die Reform hingegen mit einer Rechtsformänderung. Unentschieden, um was es sich genau handelt, zeigten sich 15 Prozent der Dresdner.

Die Umfrage bestätigt, dass es sich bei den Diskussionen um die beiden Städtischen Krankenhäuser in Friedrichstadt und Neustadt um ein Thema handelt, was die Mehrheit der Dresdner beschäftigt. Über die Hälfte aller Befragten (60 Prozent) hatten schon einmal etwas davon gehört. Hingegen war 40 Prozent der Interviewten das Thema völlig unbekannt.

Bei einem Vergleich der Krankenhäuser schnitt das Krankenhaus Dresden-Neustadt schlechter ab als das zweite städtische Krankenhaus in Dresden-Friedrichstadt. Nur sechs Prozent der Dresdner würden sich bei einer schweren Krankheit im Krankenhaus in Neustadt behandeln lassen. Hingegen stimmten 18 Prozent für eine Behandlung im Krankenhaus Friedrichstadt. Ebenso viele Dresdner - 18 Prozent - würden das Krankenhaus St. Joseph Stift wählen. 13 Prozent der Interviewten stimmten für eine Behandlung im Diakonissenkrankenhaus. Eindeutiger Sieger ist jedoch das Universitätsklinikum. Insgesamt 44 Prozent der befragten Dresdner möchten sich dort versorgen lassen, wenn sie schwer erkrankt sind.

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