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Dresdner wollen Roboter-WM in Frankreich gewinnen

Dresdner wollen Roboter-WM in Frankreich gewinnen

Die Hoffnungen von 16 Dresdner Studenten ruhen in dieser Woche auf zwei kleinen Robotern. Denn die Arbeitsgruppe für Robotik an der TU Dresden (TURAG) reist heute zum Finale des Eurobot-Wettbewerbs ins französische La Ferté-Bernard.

Das Ziel ist klar: Die Mitglieder der 2003 gegründeten TURAG wollen zum ersten Mal überhaupt Weltmeister werden.

Erreichen können sie das nur, wenn die von ihnen programmierten Roboter namens "Partylöwe" und "Spaßvogel" perfekt zusammenarbeiten und alle Aufgaben hundertprozentig erfüllen. "Die internationale Konkurrenz ist sehr stark, vor allem die Teams aus Frankreich werden eine harte Nuss. Trotzdem bin ich optimistisch, dass unsere Chancen gut sind", sagt Stefan Ecklebe, der seit drei Jahren bei der TURAG mitmacht.

Im Dresdner Team fungiert der 15 Kilogramm schwere "Partylöwe" als Hauptroboter, der im Inneren nur so vor Technik strotzt: Feine Kabelstränge durchziehen die komplizierten Schaltkreise auf exakt gefrästen Platten. Die Studenten der TU, hauptsächlich handelt es sich um angehende Elektrotechniker, tüfteln seit vielen Monaten an der Konstruktion.

In Frankreich muss der "Partylöwe" viele Aufgaben rund um eine Geburtstagsfeier erfüllen. Zum Beispiel gilt es, eine Torte mit Kirschen zu verzieren. Natürlich nur symbolisch. Im Wettbewerb schießt der Roboter dazu Tischtennisbälle in ein Gefäß. "In dem Behältnis dürfen allerdings nur die weißen Bälle landen, die roten und blauen nicht. Deshalb verfügt unser Roboter über einen Farbsensor, der die Farbe der Tischtennisbälle erkennt und die 'schlechten' Bälle ablenkt", erklärt Richard Rudat, einer der TURAG-"Frischlinge".

Eine weitere Aufgabe, die den Robotern bei der Eurobot gestellt wird, ist das Auspusten einer Kerze. Auch dies wird nur angedeutet, indem die Gefährte richtige Tennisbälle mit einem Paddel nach unten drücken. "Eine Fernsteuerung ist während des Wettkampfs nicht erlaubt. Die Roboter müssen so programmiert sein, dass sie vollkommen autonom arbeiten", betont Ecklebe. Last but not least gilt es, innerhalb von 90 Sekunden eine Glaspyramide zu bauen. Die TURAG-Mitglieder haben dazu an den Seiten vom "Partylöwen" zwei Lifte mit Saugern angebracht. Der zweite der Roboter, der wesentlich leichtere und nur aus Lego bestehende "Spaßvogel", kann seinen Bruder auf dem Spielfeld unterstützen und den jeweils gegnerischen Roboter in Maßen behindern. "Im Vorfeld der Eurobot sind wir fast täglich hier unten in unserer Werkstatt, dafür lässt man dann schon mal die ein oder andere Vorlesung sausen", schmunzelt Teammitglied Lukas Timmermann. Die Räume der TURAG befinden sich im Keller des Barkhausenbaus auf dem Campus der TU Dresden.

"Der Einsatz lohnt sich aber in jedem Fall. Denn was wir hier an Praxis mitbekommen, wird uns im späteren Berufsleben bestimmt viel nützen und so manches, was wir im Studium nur theoretisch lernen, kapieren wir jetzt erst wirklich", meint Stefan Ecklebe.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.05.2013

Stephan, Christoph

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