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Dresdner wollen Fußgängertunnel behalten

Das aktuelle DNN-Barometer Dresdner wollen Fußgängertunnel behalten

Die Tage des Fußgängertunnels am Neustädter Markt sind gezählt. Die Mehrzahl der Dresdner findet die Verfüllung des Bauwerks nicht gut. Im aktuellen DNN-Barometer erklärten 61 Prozent, der Stadtrat habe eine falsche Entscheidung getroffen.

Seit der Flut 2013 ist der Tunnel am Neustädter Markt gesperrt. Jetzt soll er abgerissen werden.
 

Quelle: Archiv

Dresden.  In wenigen Tagen soll die Verfüllung des Fußgängertunnels am Neustädter Markt beginnen. Der Stadtrat hatte nach langem Hin und Her den Rückbau der unterirdischen Querung beschlossen. Die Stadtverwaltung hat die Aufträge vergeben und einen Zeitplan erarbeitet. Danach werden zunächst die Rampen am Neustädter Markt abgebrochen. Bis zum Tag der Deutschen Einheit soll die neue, oberirdische Querung der Großen Meißner Straße fertig sein, so die Verwaltung.

Auf Anfrage des Linke-Stadtratsfraktionsvorsitzenden André Schollbach hat Oberbürgermeister Dirk Hilbert die Kosten für die Verfüllung mit 637 000 Euro beziffert. 127 000 Euro würden die Planungen kosten, 473 000 Euro die Verfüllung und 37 000 Euro das Herstellen der oberirdischen Querung. Mit dieser könne die Stadt Betriebskosten in Höhe von 43 281,11 Euro pro Jahr im Vergleich zum Tunnel sparen, so Hilbert. Denn die ebenerdige Fußgängerquerung verursache nur Folgekosten in Höhe von 2762,64 Euro pro Jahr.

Die Mehrheit der Dresdner hält nach dem aktuellen DNN-Barometer die Entscheidung zur Verfüllung des Fußgängertunnels für falsch. 502 Personen hat das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden im Auftrag der DNN befragt. Nur 29 Prozent begrüßten den Abriss des Tunnels, während 61 Prozent von einer „falschen Entscheidung“ sprachen. Zehn Prozent der Befragten waren sich unschlüssig ob der Tunnel nun weg soll oder nicht.

Dieses Ergebnis ist Wasser auf die Mühlen derer, die den Tunnel bewahren wollen. Insbesondere die Linken hatten sich dafür eingesetzt und den entsprechenden Stadtratsbeschluss als „rechtswidrig“ bezeichnet. Die Grünen treten vehement für die Verfüllung ein, weil das für sie der Auftakt für die städtebauliche Umgestaltung des Neustädter Marktes ist.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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