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Dresdner wirft Stadt Verstoß gegen Vogelschutzregeln vor

Hecken-Hickhack Dresdner wirft Stadt Verstoß gegen Vogelschutzregeln vor

Die Stadt hat gegen den Vogelschutz verstoßen und eine Hecke fällen lassen, in der gebrütet wurde, wirft ein Dresdner dem Rathaus vor. Er will sich das nicht gefallen lassen.

Hat die Stadt gegen den Naturschutz verstoßen?

Quelle: dpa

Dresden. Die Hecke ist weg, die Vögel sind es auch. Hans Gollan-Müller lässt das keine Ruhe. Der Dresdner, der im Lockwitzgrund nah an der Autobahnbrücke wohnt, ist sauer. Denn trotz seines Einsatzes für die Hecke im Lockwitzgrund hat die Stadtverwaltung kurzen Prozess gemacht. Er meint, damit haben die Verantwortlichen im Rathaus gegen Naturschutzgesetze verstoßen, schließlich dürfe nirgendwo Gehölz geschnitten oder gar gerodet werden, wenn dort Vögel nisten. Die Stadt sieht sich dagegen im Recht: Die Hecke sei geprüft worden und es hätten darin keine Vögel gebrütet, sagt Reinhard Koettnitz, der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes. Im Auftrag seines Amtes haben die Mitarbeiter des städtischen Tochter Zentrale Technische Dienste Hand angelegt im Lockwitzgrund.

„Die Hecke war ein Wildwuchs auf einem städtischen Grundstück, der jetzt beseitigt wurde“, sagt Koettnitz. Auf dem Grundstück von Hans Gollan-Müller, das dort angrenzt, sei nicht gearbeitet worden, „das kann man an den Grenzsteinen erkennen“, so der Amtsleiter. Bis dahin ist er sich mit seinem Kritiker fast einig. „Die Hecke ist offenbar zuvor von einem Unbekannten bis auf einen Meter höhe zurückgeschnitten worden“, berichtet Koettnitz und Gollan-Müller bestätigt, das sei er selbst gewesen. Er habe die Hecke gepflegt, so der Dresdner. Drei Vogelnester seien in der Hecke gewesen, eines habe er nach der Aktion der Rathausmitarbeiter noch selbst gefunden.

Laut diesen Mitarbeitern waren keine Nester in der Hecke, also durfte auch gerodet werden. „Da wurde wohl auch die Sicht beeinträchtigt“, rechtfertigt Koettnitz den Einsatz, eine neue Hecke würde „wohl auch künftig weggenommen“, baut er dem Ansinnen vor, dort wieder zu pflanzen. Gollan-Müller beeindruckt das kaum. Über die Straße im Lockwitzgrund wanderten auch Amphibien, berichtet der Kenner des Tals, eine Hecke wirke da als natürliches Hindernis. Er habe schon wieder neu gepflanzt, sagt der Dresdner, ohne den genauen Ort für seine Neupflanzung zu benennen.

Christoph Springer

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