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Dresdner versorgen Kanzleramt mit sauberem Strom

Erneuerbare Energien Dresdner versorgen Kanzleramt mit sauberem Strom

In sozialen Netzwerken ist Dresden – auch wegen rüder Beschimpfungen von Bundespolitikern während der Feiern zum Tag der Einheit – vor allem negativ in den Schlagzeilen. In Berlin weiß man, dass es ein anderes Dresden gibt und erteilt den Auftrag für die Erneuerung der Solarstromanlage auf dem Bundeskanzleramt einer Firma aus der sächsischen Landeshauptstadt.

Die blauen Photovoltaik-Module auf dem Nord- und Südflügel des Bundeskanzleramtes wurden bereits 2001 installiert. Nun soll die MR Sunstrom GmbH aus Dresden die gesamte Anlage sanieren.

Quelle: Berlin Partner/FTB-Werbefotografie

Dresden. Sachsens Landeshauptstadt macht in Medien und sozialen Netzwerken – auch wegen rüder Beschimpfungen von Bundespolitikern während der Feiern zum Tag der Einheit – vor allem durch Negativschlagzeilen von sich reden. In Berlin ist man sich aber durchaus bewusst, dass es auch ein anderes Dresden gibt. So ging jetzt der Auftrag für die Solarstromanlage auf dem Bundeskanzleramt an ein Dresdner Unternehmen. Die MR Sunstrom GmbH hat die öffentliche Ausschreibung gewonnen, mit der nach Spezialisten für die Sanierung der bereits 2001 installierten Photovoltaikanlage gesucht wurde. Die Sonnenstrom-Module auf den Dächern des Nord- und Südflügels sollen nach der Fertigstellung jährlich rund 140 000 Kilowattstunden Strom liefern – ein Fünftel mehr als die Module der alten Anlage. Mit dieser Menge könnten 40 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden.

Dass die Dresdner den Auftrag an Land gezogen haben, kommt nicht von ungefähr. „Wir können damit erneut in Berlin unsere auf 16 Jahren Erfahrung basierende Expertise unter Beweis stellen“, freut sich Sunstrom-Chef Stephan Riedel. Einige seiner 45 Mitarbeiter werden noch in diesem Jahr auf weiteren Dächern in der Bundeshauptstadt alle Hände voll zu tun haben, denn auch die Bauarbeiten am Haus der Zukunft („Futurium“) im Regierungsviertel sind inzwischen so weit fortgeschritten, dass Sunstrom nun mit der Installation der begehbaren solaren Dachlandschaft beginnen kann, die ebenso viel Sonnenstrom liefern soll wie die Anlage auf dem Kanzleramt. Den Auftrag dafür bekamen die Dresdner Anfang des Jahres. Bereits 2014 hatten sie Dach und Fassade des Bundesforschungsministeriums mit einer innovativen Solaranlage ausgestattet und zuvor weitere Berliner Objekte wie das Mieterstromprojekt Bambus Campus und das Institut zur Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) mit Photovoltaik versorgt.

Angesichts drastisch sinkender Zubauraten bei Photovoltaik sieht Riedel in den Referenzen durch solche Prestigeprojekte einen Weg, die Auftragslage zu stabilisieren. Für 2016 rechnet die Branche mit einer Sonnenstrom-Zubaurate von knapp 1000 Megawatt Peak. Das ist nicht einmal ein Siebentel des Wertes aus den Boom-Jahren 2010 bis 2012. Sunstrom macht sich zudem durch Wartung und Sanierung bestehender Anlagen ein Stück weit unabhängig vom schwächelnden Neugeschäft. Und, so Riedel, „wir stehen auch bereit für die Versorgung der Elektromobilität mit Ladestrom aus erneuerbaren Energien“. Da es aber auch dort zurzeit nicht so richtig vorwärts geht, denkt er bei seinem Unternehmen zunächst nicht an Wachstum, sondern vor allem an ausreichend gefüllte Auftragsbücher.

Von Holger Grigutsch

MR Sunstrom GmbH, Moritzburger Weg 67, 01109 Dresden 51.1078415 13.758872
MR Sunstrom GmbH, Moritzburger Weg 67, 01109 Dresden
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