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Dresdner sorgen besser für ihre Haustiere - 89 Fälle von Tierquälerei im Jahr 2013

Dresdner sorgen besser für ihre Haustiere - 89 Fälle von Tierquälerei im Jahr 2013

Die Dresdner sorgen besser für ihre Haustiere. Die Mitarbeiter des städtischen Veterinäramtes stellten im vergangenen Jahr 89 Verstöße gegen das Tierschutzgesetz in der Stadt fest.

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2013 waren in 13 Fällen die Tierquälereien so massiv, dass dem Halter das Tier sofort weggenommen werden musste.

Quelle: Ingo Wagner

In den beiden Jahren davor waren die Zahlen noch dreistellig: 2012 gab es 108 Verstöße, 2011 waren es 111. 2013 waren in 13 Fällen die Tierquälereien so massiv, dass dem Halter das Tier sofort weggenommen werden musste (2012 in 17 Fällen, 2011 in elf Fällen). Hauptsächlich sind Hunde die Leidtragenden, sie werden nicht ausgeführt, nicht gefüttert oder im Krankheitsfall aus Kostengründen nicht zum Tierarzt gebracht. In den letzten beiden Jahren wurden auf diese Art nach Angaben des Veterinäramtes 124 Hunde gequält, wobei die Dunkelziffer höher liegen dürfte. Besonders grausam verhielt sich ein Hundehalter, der zwei Hunde wochenlang im Kofferraum seines Autos ließ.

Desweiteren standen 2013 und 2012 auf der Liste der misshandelten Tiere insgesamt 46 Katzen, zehn Pferde, fünf Reptilien, zehn Nagetiere, neun Vögel, drei Schafe und ein Rind. Zirkustiere befanden sich nicht darunter. Das Veterinäramt nimmt zwar Routinekontrollen unter anderem in Versuchstierhaltungen und Tierpensionen vor, was in privaten Wohnungen geschieht, da ist das Amt auf die Sensibilität des Umfeldes angewiesen.

Und das Bewusstsein für den Tierschutz ist bei den Dresdnern in den letzten Jahren unverändert. Jedes Jahr gehen um die 250 Anzeigen beim Amt ein. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern kann in Deutschland mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. So weit ist es nach Angaben der Stadtverwaltung noch nicht gekommen. Allerdings musste das Ordnungsamt im Jahr 2012 15 Bescheide mit Bußgeldern bis zu 1500 Euro ausstellen. Die höchste Geldstrafe ereilte einen Dresdner, der drei Hunde fast verhungern ließ. 2013 gingen 20 Bescheide an verantwortungslose Halter. In einem Fall, wo ein Hund in einem besonders erbärmlichen Zustand war, wurden über 700 Euro fällig.

Tierschutzbeschwerden nachzugehen ist nur eine Aufgabe des städtischen Veterinäramtes. Derzeit haben die Mitarbeiter wegen einer neuen gesetzlichen Verordnung alle Hände voll zu tun. Ab 1. August müssen Betreiber von Hunde- und Welpenschulen eine Erlaubnis des Veterinäramtes vorweisen, damit sie ihrer Tätigkeit weiter nachgehen dürfen. Diese Erlaubnispflicht gelte für alle Personen, die gewerbsmäßig für Dritte Hunde ausbilden oder die die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleiten, teilt die Stadtverwaltung mit. Das betrifft auch so genannte Dog-Dancer – Frauen oder Männer, die Hunden zu Musik eine ganze Choreographie antrainieren und damit ihr Geld verdienen. Anträge müssen bis 31. Juli beim Amt eingereicht werden, ausreichende fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten sowie die erforderliche Zuverlässigkeit nachgewiesen werden. Bisher gingen sechs Anträge ein. Wer sein Gewerbe nicht fristgemäß anmeldet und weiter ausführt, muss mit einem saftigen Bußgeld rechnen. Hunde-Gassi-Geher sind von der neuen Regelung nicht betroffen.

Veterinäramt Dresden: Tel.: 4080511, E-Mail: veterinaeramt@dresden.de

Madeleine Arndt

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