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Dresdner sind am 13. Februar zur Menschenkette aufgerufen – Stadt sucht noch nach Ordnern

Dresdner sind am 13. Februar zur Menschenkette aufgerufen – Stadt sucht noch nach Ordnern

Dresden. Die Stadt, die TU Dresden und zahlreiche andere Institutionen haben die Dresdner noch einmal zur Teilnahme an der Menschenkette am 13. Februar in Dresden aufgerufen.

Zwischen 17 und 18 Uhr sollen bis zu 10.000 Menschen eine Kette um die Innenstadt bilden und damit diese symbolisch vor dem gleichzeitigen Nazi-Aufmarsch schützen.

17 Uhr begrüßen Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) und TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen, der die Menschenkette angemeldet hat, die Dresdner vor der Westseite des Rathauses. Anschließend sollen sich die Menschen rund um die Stadt verteilen, bevor sich die Kette Punkt 18 Uhr für zehn Minuten schließt.

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Rund 13.000 Personen haben sich an der Menschenkette beteiligt.

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Die Strecke geht vom Rathaus über den Dr.-Külz-Ring, die Wallstraße, den Postplatz zum Schlossplatz. Von dort aus erstreckt sich die Menschenkette über die Augustusbrücke, das Königsufer und die Carolabrücke bis zur Synagoge. Von da aus verläuft die Strecke über Schießgasse und Ringstraße zurück zum Rathaus. Zudem wird auch die virtuelle Menschenkette bei Facebook wiederbelebt.

Weiterhin werden für den Abend Order gesucht. Bis zum 13. Februar 17 Uhr können sich Interessierte bei der Stadt melden. Die Ordner werden dann auch Postkarten verteilen. Diese zeigen die von der Deutschen Luftwaffe zerstörten Städte Wielun in Polen und Calais in Frankreich. Die Dresdner können die Karten vor Ort unterschreiben sowie auf einer kleinen Karte markieren, wo in der Menschenkette sie standen. Anschließend sammeln die Ordner die Karten wieder ein. Später sollen sie zusammen mit einem Brief der Oberbürgermeisterin in die beiden Städte geschickt werden.

Die Aktion soll dazu beitragen, den Blickwinkel zu öffnen, erklärt Harald Lamprecht von der evangelischen Landeskirche. Denn die Nazis versuchten, die Zerstörung Dresdens als Einzelfall zu betrachten. Die Postkarten sollen zeigen, dass Dresden keinesfalls eine unschuldige Stadt war und dass es Deutschland war, das mit Krieg und Bombardement begonnen hatte.

Unterstützt wird die Menschenkette auch von zahlreichen Vereinen und Institutionen. Nora Goldenbogen, vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Dresden, rief genauso zur Teilnahme auf wie Stefanie Karg, Kapitän der DSC-Volleyballerinnen, und Robert Koch, Spieler der SG Dynamo Dresden.

Bereits 15 Uhr startet am 13. Februar das offizielle Gedenken auf dem Heidefriedhof. Mit einem Busshuttle können alle Teilnehmer rechtzeitig zur Menschenkette wieder in der Innenstadt sein. Anschließend an die Menschenkette rufen mehrere Parteien, Gewerkschaften und Organisationen die Dresdner vor das Rathaus. Dort findet vor der Trümmerfrau eine von den Grünen angemeldete Mahnwache gegen den Nazi-Aufmarsch statt, der ab 18 Uhr in Dresden angekündigt ist.

Stephan Lohse

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