Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dresdner rüsten sich gegen die Influenza

Neuer Impfstoff Dresdner rüsten sich gegen die Influenza

12.544 Grippefälle wurden von Oktober 2014 bis April 2015 in Sachsen registriert - so viele, wie seit 2001 nicht mehr. Der Grund: Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Impfstoff war zu schwach.

Um rechtzeitig geschützt zu sein, wird deshalb empfohlen, sich bereits im Oktober oder November impfen zu lassen.

Quelle: Archiv

Dresden. 12.544 Grippefälle wurden von Oktober 2014 bis April 2015 in Sachsen registriert - so viele, wie seit 2001 nicht mehr. Der Grund: Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Impfstoff war zu schwach. Weil sich einer der Virustypen, der Stamm H3N2, im Laufe der Grippezeit genetisch verwandelt hat, flachte die Wirkung des Impfstoffes ab. Das soll in diesem Jahr nicht passieren. Die WHO hat reagiert und die Zusammensetzung verändert.

Ob der neue Wirkstoff die gezielte Wirkung zeigt, sei jetzt - zu Beginn der Grippezeit - aber noch nicht abzusehen, wie Dr. Jörg Wendisch von der Impfstelle des Gesundheitsamtes Dresden sagt. 1500 Dosen hat die Impfstelle bestellt. "Das hat sich in den vergangenen Jahren so bewährt", erklärt Dr. Wendisch, der eine leicht steigende Tendenz der Impfbereitschaft bei den Dresdnern beobachtet. Deutschlandweit gibt es allerdings Nachholbedarf. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ließen sich in den Saisons 2012/13 und 2013/14 lediglich 30 bzw. 27 Prozent der erwachsenen Bevölkerung impfen. Wie viele Impfdosen den Dresdnern in diesem Jahr zur Verfügung stehen, lässt sich schwer ermitteln. Denn jeder niedergelassene Arzt bestellt die erforderliche Menge selbst.

Ausgeschrieben wurde der Impfstoff in Sachsen und Thüringen von der AOK plus, federführend für die gesamte Gesetzliche Krankenversicherung (GKV). "Die Versicherten der GKV ab Vollendung des 7. Lebensjahres können mit Impfstoffen von bioCSL oder von Sanofi Pasteur MSD gegen Grippe geimpft werden", so Hannelore Strobel, Pressesprecherin der AOK plus. "Wir arbeiten mit Hochrechnungen, sind aber sicher, dass genügend Dosen vorhanden sind", sagt Ingo Mohn, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen.

Unsicher ist, welchen Einfluss die Flüchtlinge auf die Impfzahlen haben werden "Es gibt eine Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, dass auch Flüchtlinge möglichst eine Influenzaimpfung erhalten. Wenn das Angebot von ihnen angenommen wird, werden die Zahlen sicher steigen", sagt Dr. Wendisch.

Um rechtzeitig geschützt zu sein, wird deshalb empfohlen, sich bereits im Oktober oder November impfen zu lassen. Das gelte besonders für ältere Menschen über 60, Schwangere, Menschen mit chronischen Erkrankungen und solche mit einer Abwehrschwäche. Empfehlenswert sei eine jährliche Grippeschutzimpfung zudem für alle, die im medizinischen Bereich tätig sind oder mit vielen Menschen Kontakt haben.

Die Impfstelle des Gesundheitsamtes Dresden, Bautzner Straße 125, ist dienstags von 9 bis 11 Uhr und zwischen 14 und 17 Uhr sowie an Donnerstagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Christin Grödel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.